Archiv für die Kategorie: Marathon- und Ultra-Team

M.U.T.-Läufer genießen Sonnenschein beim Generali Marathon Köln

Persönliche Bestzeiten, starke Leistungen und kölsche Stimmung entlang der Strecke

Troisdorf/Köln – Strahlender Sonnenschein, beste Stimmung und knapp 41.000 Läuferinnen und Läufer: Der Generali Marathon Köln am 4. Oktober 2026 bot beste Bedingungen für ein großes Laufsportfest. Mit dabei waren auch mehrere Aktive von M.U.T., die sich der Herausforderung auf der Halbmarathon- und Marathondistanz stellten.

Für den Halbmarathon hatten sich Sophie Flören, Jens Flören, Gilles Guenat, Alina Matatko und Daniel Matatko entschieden. Sophie Flören sorgte dabei für einen besonderen Erfolg: Nach 1:56:45 Stunden erreichte sie das Ziel und stellte eine neue persönliche Bestzeit auf. Nur eine Sekunde später folgte Jens Flören in 1:56:46 Stunden. Mit einem Augenzwinkern schrieb Sophie ihre Leistung „Papa, der Maschine“ zu.

Auch Gilles Guenat und seine Tochter Alina Matatko meisterten die 21,1 Kilometer gemeinsam. Sie überquerten nach 2:14:05 beziehungsweise 2:14:06 Stunden die Ziellinie. Daniel Matatko komplettierte das Halbmarathon-Team mit einer Zeit von 2:09:57 Stunden.

Auf der vollen Marathondistanz vertrat Jonas Schäfer die M.U.T.-Farben. Er bewältigte die 42,195 Kilometer in starken 3:05:15 Stunden und zeigte sich mit seinem Ergebnis zufrieden.

Eine besondere Aufgabe übernahm André Willems. Er gehörte zu den 20 Radbegleitern, die die Elite-Läuferinnen und -Läufer auf der Marathonstrecke unterstützten. Dabei begleitete er Agnes Keino, die nach 2:27:22 Stunden als Siebte der Frauenwertung das Ziel erreichte. Willems sorgte als Radbegleiter dafür, dass die Strecke für die Spitzenläuferin frei blieb.

Neben den sportlichen Leistungen prägte vor allem die besondere Atmosphäre das Kölner Laufevent. Das spätsommerliche Wetter lockte zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an die Strecke. Aus vielen Musikboxen schallten kölsche Lieder, die für gute Laune sorgten und die Läuferinnen und Läufer auf ihrem Weg ins Ziel motivierten. Bei den sommerlichen Temperaturen wurde die Strecke für einige Teilnehmende allerdings auch zur echten Herausforderung.

Dass zu einem gelungenen Wettkampf nicht nur die Unterstützung entlang der Strecke, sondern auch eine gute Verpflegung gehört, zeigte sich spätestens im Zielbereich. In der Verpflegungsstraße konnten die erschöpften Sportlerinnen und Sportler ihre Energiespeicher mit regionalen Getränken und Speisen wieder auffüllen.

Für die M.U.T.-Aktiven bleibt ein rundum gelungener Lauftag mit persönlichen Erfolgen, starken Zeiten und vielen Eindrücken von einem der größten Laufevents der Region in Erinnerung.

Michael Irrgang läuft mit 1.133 km Weltrekord

Bei seinem ersten 10-Tagelauf im dänischen Aabybro lief Michael in den vergangenen Tagen eine unglaubliche Strecke von 1.133 Kilometern und erzielte mit dieser Leistung einen neuen Altersklassenweltrekord!

Die Bedingungen waren optimal! Die Strecke leicht wellig, das Wetter genau richtig, die Stimmung an der Strecke überragend. Auch andere, wichtige Erfolgsfaktoren wie Essen, Hotelzimmer zum Duschen und Schlafen sowie der Support durch das Team passten perfekt.

So konnte Michael anfangs sehr konzentriert Stunde um Stunde auf dem 1,4 Kilometer langen Rundkurs seinen Plan abspulen. Nach 3 Tagen waren bereits 400km geschafft und nach 6 Tagen 735 Kilometer, was eine Verbesserung seiner bisherigen, persönlichen Bestleistung um ca. 60 Kilometer und Platz 12 der ewigen Bestenliste in Deutschland bedeutete.

Dann begannen allerdings die Probleme: Die Füße wurden dicker, es entstanden Blasen, die Sprunggelenke begannen zu schmerzen. Aber alles blieb im erwarteten und behandelbaren Rahmen und so konnte mit reduzierter Tagesleistung das Rennen fortgesetzt werden. Nach achteinhalb Tagen war dann die historische 1.000-Kilometermarke erreicht und wurde, wie jeder erreichte 100km-Meilenstein, mit viel Applaus, Konfettiregen und einer Ehrenrunde gefeiert. Laut Statistikdatenbank haben in Deutschland insgesamt erst 6 Männer ein Ergebnis über 1000km stehen! Aber es ging ja noch weiter und am Ende der 240 Stunden wurden genau 1.133 Kilometer erzielt – neuer Weltrekord in der Klasse der über 60jährigen; Platz 2 der ewigen Bestenliste im 10-Tageslauf in Deutschland. Unfassbare und nicht für möglich gehaltene Zahlen.

Aber wichtiger als Weiten und Platzierungen war das Erlebnis, welches absolut einmalig war. Eingebettet in eine Charity-Veranstaltung mit über 5.000 Startern, die ebenfalls so oft sie wollten, 10 Tage um den See laufen oder walken konnten, wurden 6 dänischen und 4 internationalen Eliteläufern auf der Jagd nach Weltrekorden optimale Bedingungen geboten. Da gab es einen 24h-Livestream im Fernsehen, tägliche Livebands und zum Abschluss ein riesiges Feuerwerk! Was für ein krasses Event! Absolut einzigartig!

Grob beschrieben sah Michaels Taktik so aus: Zweimal am Tag duschen und schlafen, mittags eine Stunde, nachts 3 Stunden; als große Mahlzeiten gab es Frühstück um 8 Uhr, Mittag um 12 Uhr und Abendessen um 18 Uhr, ansonsten gab es zwischendurch nur Kleinigkeiten zu essen wie Energiegetränke/-riegel oder Eis.

Ob Verpflegung, Pausen, Rundenzeiten oder Tageskilometerleistung: Alles im wurde im Vorfeld genauestens geplant und auch überwiegend so umgesetzt.

Dieser Weltrekord ist der absolute sportliche Höhepunkt der langen Ultralaufkarriere des Troisdorfers, der in den letzten Jahren mehrfach Weltmeister im Mehrtageslauf wurde. Doch so schön und erfolgreich die ganze Veranstaltung war, schließt Michael eine erneute Teilnahme an einem 10-Tageslauf aus: Zu anstrengend für Geist und Körper!

Herzlichen Glückwunsch Michael von der gesamten TLG zu dieser tollen Leistung!

18. Run of Colours – Erfolgreiche Teilnahme von Jürgen Axmacher

Am Samstag den 19.  September 2026 fand im Kölner Rheinauhafen der 18. Run of Colours der Kölner Aidshilfe statt.

Über die Strecke von 10 km war Jürgen Axmacher von der Troisdorfer LG am Start.

Mit einer Zeit von 51:18 Minuten erreichte er als dritter der Altersklasse M 60 das Ziel.

Neben der sportlichen Herausforderung war ihm auch der soziale Aspekt wichtig.

 

6. Brauereilauf in Bamberg

Am Samstag, 19.09.2026 fand zum 6. Mal der Brauereienlauf in Bamberg statt. Wählen konnten die knapp 1600 Teilnehmer zwischen Marathon, Halbmarathon, 10 km-Lauf und Bambini-Lauf für die Jüngsten. In der Ausschreibung hieß es: „schwieriger Lauf. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich“.

„MUST-HAVES“ für den Brauereienlauf waren ein Bier Becher, eine gute Laufgruppe, ein schickes Kostüm, Fränkische Spezialitäten und gute Stimmung. Ralf Natzheim vom Lauftreff Spich und Organisator für die Gruppe, Gisèle Müßler, Elke Atorf, Christiana Lange und Iris Jaschky-Sterzenbach nahmen die Halbmarathon-Herausforderung auf sich.

Bei sommerlichen Temperaturen, 360 Höhenmetern und 6 Verpflegungsstationen, wo neben Kostproben der ortsansässigen Brauereien auch alkoholfreie Getränke und fränkische Spezialitäten angeboten wurden, ging es durch die landschaftliche ansprechende Fränkische Toskana rund um Bamberg.  Familienangehörige und Freunde der fünf Läufer feuerten an einigen Verpflegungsstationen die Läufer an.

Start und Ziel waren auf der Tanzwiese in Litzendorf, wo neben der Kloß-mit-Soß-Party am Vorabend, die Finisher-Party und der Sonntags-Frühschoppen stattfand.

Ein Lauf mit echtem Volksfestcharakter – Finisher-Zeiten spielten keine Rolle. Freude, gemeinsam mit vielen kostümierten Laufbegeisterten unterwegs zu sein, waren für Ralf, Gisèle, Elke, Iris und Christiana die Motivation.

 

ASV Brückenlauf – Kölsche Runde – M.U.T. war wieder dabei

Der Kölner Brückenlauf ist längst eine Institution in der Domstadt. Am vergangenen Sonntag gingen knapp 3.300 Läuferinnen und Läufer an den Start, um sich zwischen Halbmarathon und der 11,11 Kilometer langen „Kölschen Runde“ zu entscheiden. Dabei standen nicht nur die sportlichen Leistungen im Mittelpunkt – vor allem der Spaß und die Freude am Laufen machten die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis.

Trotz des stärker werdenden Regens blieb die Stimmung entlang der Strecke bestens. Zwei Samba-Gruppen sorgten mit ihren Rhythmen zusätzlich für Motivation und feuerten die Läuferinnen und Läufer kräftig an.

Der Start erfolgte am Kölner Schokoladenmuseum. Von dort führte die Strecke entlang des Rheins mit beeindruckenden Ausblicken auf die Kölner Altstadt und den Dom in Richtung Norden. Über die Rheinbrücken ging es schließlich zurück zum Ziel am Schokoladenmuseum.

Mit dabei waren auch zwei M.U.T.-Läufer. Alexandra Tiede absolvierte die „Kölsche Runde“ über 11,11 Kilometer in 1:11:58 Stunden und belegte damit Platz 17 in ihrer Altersklasse W55. Udo Lütkeduhme erreichte nach 1:19:33 Stunden das Ziel und kam in der Altersklasse M65 auf Platz 13.

Im Ziel wartete bereits die persönliche Fangemeinde: Familie und Freunde empfingen die beiden begeistert und sorgten für einen gelungenen Abschluss des Laufs.

Terra Raetica Trails Tour Festival 2026 – 5 Etappen in Österreich, der Schweiz und Italien, gemeistert von Frank Breuer

Das Terra Raetica Trails Tour Festival 2026 fand vom 30. Juni bis 4. Juli 2026 statt und bot in seiner vierten Auflage ein spektakuläres mehrtägiges Trailrunning-Event im Dreiländereck von Österreich, Italien und der Schweiz. Nach dem Vorbild einer „Tour de France“ für Trailrunner absolvierten die Teilnehmer fünf abwechslungsreiche Etappen in verschiedenen Erlebnisräumen. Die täglichen Rundkurse erstreckten sich über knackige 15 bis 27 Kilometer Länge und forderten den Läufern jeweils ca.1.100 bis 1.700 Höhenmeter ab. Neben dem harten sportlichen Charakter punktete das Event mit einem familiären Festivalcharakter und grandiosen alpinen Panoramen. Meine gewählte Basis für die Woche war Pfunds im Tiroler Oberland, von meiner angemieteten Ferienwohnung aus waren die täglichen Starts in maximal 30 Minuten Fahrtzeit gut zu erreichen. Nach einer sechsmonatigen, intensiven Vorbereitungsphase stand ich nun am Start meiner wahrscheinlich bisher größten sportlichen Herausforderung, die anspruchsvollen Pfade der Terra Raetica nacheinander zu bezwingen.

Zum Auftakt der Tour  ging es direkt ordentlich zur Sache. Wegen der Warnung aufziehender Gewitter im Tagesverlauf wurde der Start um eine Stunde auf 08:30 Uhr vorgezogen. Nach dem Loslaufen im Kaunertal wartete eine anspruchsvolle Runde über 16,9 Kilometer und knackige 1.081 Höhenmeter. Das Wetter spielte zum Glück perfekt mit, vom Start an herrschten angenehme 17 Grad, und als im Verlauf des Tages immer mehr die Sonne rauskam, wurde es auf den freien Abschnitten richtig warm. Ein langer, steiler Anstieg zu Beginn jagte den Puls sofort hoch, oben angekommen wurde es auf dem Thomas-Penz-Höhenweg technisch. Auf den wurzeligen, schmalen Pfaden war vollste Konzentration gefragt, besonders, weil ich mich am ersten Tag dazu entschieden hatte, ohne Stöcke zu laufen. Belohnt wurden die Mühen durchgehend mit wunderschönen Aussichten auf die Kaunertaler Dreitausender. Der anschließende, sehr fordernde Downhill war extrem giftig für die Muskulatur, was ich definitiv noch die kommenden Tage in den Oberschenkeln merken sollte. Am Ende stand nach einem harten Kampf eine saubere erste Finish-Zeit von 3:06:53 Stunden auf der Uhr.

Bei der nächsten Etappe konnte ich zu Fuß an den Start gehen. Der zweite Tag brachte erneut wetterbedingte Anpassungen mit sich. Dafür den Vormittag schon starke Gewitter mit Dauerregen angekündigt waren, musste die Strecke diesmal sogar entschärft und verkürzt werden. Um den Unwettern bestmöglich zu entkommen, blieb es auch heute bei der vorverlegten Startzeit um 08:30 Uhr. Mir ging es vor dem Loslaufen nicht besonders gut, ich war sehr müde und meine Oberschenkel brannten noch heftig vom harten Downhill des Vortrags. Also heute lieber mit Stöcken, man lernt ja nie aus, die Alpen sind halt nicht das Siebengebirge 😉. Die modifizierte Route über 21,2 Kilometer und 1.131 Höhenmeter führte uns zwar immer noch auf den Frudiger, allerdings war der eigentliche Trail-Anteil nur kurz. Die Strecke verlief stattdessen meist auf breiteren Forstwegen. Genau am höchsten Punkt ging es dann auch los, das Gewitter zog auf, es krachte, blitze und der Himmel öffnete seine Schleusen. Für alle die Gelegenheit Ihre Regenjacken auszupacken und schnell den Rückweg anzutreten, denn der Regen wurde mit jedem Kilometer Richtung Ziel immer stärker. Dank der guten Organisation im Vorfeld ist aber alles sicher abgelaufen und ich konnte die Etappe nach 2:58:43 Stunden beenden.

Am dritten Tag ging es über die Grenze in die Schweiz und dieser Lauf sollte sich zu einem absoluten Highlight der gesamten Tour entwickeln. Auf dem Programm stand eine 14,6 Kilometer lange Runde mit anspruchsvollen 1.253 Höhenmetern. Dass die Strecke am Vortag wetterbedingt entschärft wurde, kam mir heute zugute, die Beine hatten sich etwas erholt und ich war körperlich wieder deutlich besser drauf. Bei traumhaftem Wetter mit strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen im Tal ging es los. Das Streckenprofil war diesmal richtig intensiv und forderte uns mit zwei harten Aufstiegen und zwei langen Downhills.
Der erste lange Anstieg führte hinauf zum Stammer Joch (2.659 m ü.d.M.), dort oben am höchsten Punkt der Etappe war es im Vergleich zum Tal spürbar kühler, was beim Laufen aber sehr angenehm war. Nach dem ersten Downhillhinab zum Rossboden folgte direkt der zweite kräftezehrende Anstieg hinauf in Richtung des mächtigen Muttlers (dem höchsten Berg der Samnaun-Gruppe). Die Schönheit der Schweizer Natur, gepaart mit dem überragenden Berg Panorama, hat mich auf dieser Etappe total begeistert. Nach einem herrlichen Traillauf blieb die Uhr für mich bei 3:07:38 Stunden stehen.

Am Freitag wartete die vermeintlich härteste und längste Prüfung der Tour auf mich, 26,3 Kilometer mit fordernden 1.651 Höhenmetern. Der Tag startete mit einer tollen Aktion im Ort, die Schul- und Kita-Kinder säumten den Startbereich bei der Touristen Info mit Pfeifen und Fahnen und sorgten dort für ordentlich Stimmung. Es war generell schön zu sehen, wie die einzelnen Gemeinden hinter dem Event stehen. Das Wetter blieb den ganzen Tag stabil mit einem Mix aus Sonne und Wolken, seltener gab es weiter oben auch leichten Nieselregen. Die meisten Höhenmeter mussten direkt beim ersten Anstieg am Anfang bewältigt werden, worauf ein kurzer Downhill folgte. Danach ging es auf einen langen, gut laufbaren Trail-Mittelteil an der Waldgrenze entlang. Absolut begeistert haben mich hier die wunderschönen alpinen Blumenwiesen. Dieser geschützte Höhenweg ist bekannt für seine botanische Vielfalt, bei der man sogar wildes Edelweiß direkt am Wegesrand entdecken kann. Nach dem finalen Downhill zurück ins Ziel überquerte ich die Ziellinie nach 4:34:20 Stunden.

Am Samstag folgte das große Finale in Südtirol und das wurde für mich zum absoluten Hammer der gesamten Tour. Die nackten Zahlen lasen sich mit 17,75 Kilometern und heftigen 1.754 Höhenmetern schon heftig und so sollte es auch werden. Mit schweren Beinen der letzten vier Tage ging es an den Reschensee. Das Wetter präsentierte sich mit jeder Menge Sonnenschein von seiner besten Seite. Gestartet wurde an der Talstation der Schönebenbahn. Nachdem ersten ordentlichen Anstieg zum späteren Ziel, ging es auf den traumhaften Panoramaweg zur Haideralm, der eine wunderschöne Aussicht mit freiem Blick auf den Reschensee und die mächtige Ortlergruppe bot. Doch die Idylle täuschte, denn ab der Haideralm folgte der heftigste Anstieg der gesamten Tour. Ein extrem steiler Uphill hinauf auf die Elferspitze (2.926 m ü.d.M.), der im oberen Bereich sogar echte Kletteranteile bereithielt. Hier hieß es, die allerletzten Reserven zu mobilisieren, bevor die Route über den Zwölferkopf hinab zum Ziel an der Bergstation Schöneben führte. Nach einem harten Kampf überquerte ich die finale Ziellinie nach 3:55:17 Stunden. Nach einer wohlverdienten Stärkung auf der Hütte ging es schließlich mit der Seilbahn ganz entspannt zurück zum Parkplatz hinunter.

Fünf Tage, drei Länder, 97km und 6885 Höhenmeter, bei einer Gesamtlaufzeit von 17:42:52 in den Beinen, hießen am Ende einen 75. Platz von insgesamt 370 Startern in der Gesamtwertung. Das Terra Raetica Trails Tour Festival 2026 war eine harte, aber lohnende Herausforderung. Die intensive Vorbereitung hat sich definitiv ausgezahlt, um diese anspruchsvollen Etappen durchzustehen. Das gesamte Event war von vorne bis hinten top organisiert. Die Trails und die Landschaften waren jede Schweißperle wert. Eine absolut geniale Veranstaltung, die ich so schnell nicht vergessen werde!

6. Bärenkopplauf: M.U.T. war wieder dabei!

Ein fester Termin im „Laufkalender“ von M.U.T. ist der Bärenkopplauf im Rhein-Westerwald. Der Berg-/Traillauf findet immer am ersten Freitag im August auf dem Wanderweg „WällerTour Bärenkopp“ statt und führt über 11 km mit +360/-260 Höhenmetern durch die wunderschöne Landschaft. Es ist ein sehr anspruchsvoller – wenn auch „kurzer“ Trail.

Viele Helfer des VFL Waldbreitbach und Anwohner feuerten 276 Läufer, teils mit den Kuhglocken, die auch als Preise verliehen wurden, an.
In der Hoffnung auf angenehme Temperaturen starteten Jürgen Titze, Iris Jaschky-Sterzenbach, Alexandra Tiede, Christiana Lange und Katharina Axmacher, eine langjährige Freundin in zeitversetzten Blocks. Begleitet wurden die M.U.T.ler von Udo Lütkeduhme, der die Läufer im Ziel mit Erfrischungsgetränken versorgte.

 

Ergebnisse:
Jürgen, 5. Platz, AK M60, 1:09:23 h
Christiana, 1 Platz, AK W65, 1:21:47 h
Iris, 3. Platz AK W65, 1:23:50 h
Alexandra, 6. Platz, AK W55, 1:27:19 h
Katharina Axmacher, 11. Platz, AK Seniorinnen, 1:27:47

Wir gratulieren!

 

Wetterkapriolen bei der 24h DM – Michael Irrgang gewann 3 Medaillen

Trotz angekündigten Hitze- und Gewitterwarnungen wurde die diesjährige 24h-Lauf-Meisterschaft in Delmenhorst am Samstag pünktlich um 12 Uhr gestartet. Überdurchschnittlich viele Frauen und Männer setzten sich in Bewegung, um fortan in 24h so weit zu laufen oder zu wandern, wie es geht. Die meisten von ihnen hatten in den letzten Wochen ihre Hitzeverträglichkeit trainiert und einen angepassten Plan. So kam es auch zu keinen ersten Zwischenfällen. Optimistisch wie immer hoffte ich auf ein sehr gutes Rennen, denn ich hatte bei noch heißeren Bedingungen meine letzten Trainingseinheiten absolviert.
Im Schatten waren es am Samstagnachmittag beherrschbare 35 bis 37 Grad.

Die tagsüber überwiegend schattige, 1,34 km-lange Runde verlief über staubige Parkwege und einen gepflasterten Parkplatz, hatte einen Bereich zur Eigenverpflegung, einen großen gemeinsamen Verpflegungsbereich, wo es neben einer großen Anzahl von Speisen und Getränken auch eine Massage sowie Wasserwannen zum Kühlen gab. Mein Startpassverein ist die LG Ultralauf, ein überregionaler Ultralaufverein, von dem etwa 20 Frauen und Männer am Start waren. Außerdem hatten wir einige Betreuer vor Ort und gut ausgestattete Pavillons. Das war Gold wert, denn so bekamen die Athleten ihre Spezialverpflegung freundlich angereicht und hatten einen Rückzugsort zum Ausruhen. Die ersten Stunden vergingen und alles verlief nach Plan – Pace und Puls passten! Vorne rannten die Eliteläufer ein atemberaubendes Tempo, hinten im Feld wurde sehr frühzeitig viel gewandert und jede Bank im Schatten für eine kurze Verschnaufpause genutzt und im mittleren Leistungsbereich, wozu ich mich zähle, wurde in einer individuellen Mischung aus Gehen und Laufen fleißig Kilometer gesammelt.

Stündlich wurde die Strecke etwas leerer, teils weil Teilnehmer ihr Rennen abbrachen oder sehr lange pausierten. Abends wurde es aufgrund des aufkommenden, leichten Windes etwas angenehmer aber selbst um Mitternacht waren es noch fast 30 Grad! Das angesagte Gewitter sah man zunächst nur in der Ferne, aber das beunruhigte niemanden, bis plötzlich ein lauter Donner zeitgleich mit einem Blitz zu hören war. Der Regen zuvor war zunächst unmerklich und eher angenehm, wurde dann stärker, sodass viele ihre Regenjacken anzogen, und schwächte sich aber bereits wieder ab, als plötzlich gegen 3 Uhr das Rennen unterbrochen wurde. Nach Überquerung der elektronischen Rundenzählung wurden die Teilnehmer direkt in eine Turnhalle geleitet, um dort zu warten.

Als um halb 6 das Rennen neu gestartet wurde, war die Sonne bereits aufgegangen. Die ersten Runden fühlten sich für mich echt schlimm an. Der Körper war in einer Art Schlaf- oder Regenerationsmodus und wehrte sich gegen einen Wiederanlauf des Motors. Aber schließlich stimmte fast alles wieder, nur der Puls war viel zu niedrig, und so konnte ich die letzten Stunden noch ein einigermaßen gutes Tempo halten, was den allerwenigsten Teilnehmern gelang. Gegen 10 Uhr kam schließlich die kraftvoll scheinende Sonne wieder. Da vormittags ein Großteil der Strecke in der Sonne lag, wurden die Teilnehmer zum Ende hin noch einmal ordentlich gebraten.

Die letzte Stunde war – wie so oft – magisch. Obwohl alle Läuferinnen und Läufer körperlich völlig ko waren, begannen einige einen nicht für möglich gehaltenen Endspurt. Viele Zuschauer am Streckenrand feuerten lautstark die Laufteilnehmer an und sorgten so für eine Gänsehautatmosphäre. Irgendwann ertönte schließlich ein lautes, erlösendes Signal und die Teilnehmer blieben stehen, damit die Restmeter vermessen werden konnten, woraus sich dann die metergenaue Gesamtleistung berechnet. Von den 141 gestarteten Männern im offenen Lauf erzielte Michael Irrgang einen hervorragenden 16. Platz mit 163,9 Kilometern und erzielte damit den zweiten Platz in seiner Altersklasse M60 (Jahrgang 1962 bis 1966). Dazu kommt noch eine Goldmedaille mit seinen Vereinskollegen und eine Goldmedaille mit der Männerseniorenmannschaft. Insgesamt eine bisher nie erzielte Auswahl von Meisterschaftsmedaillen in meiner langen Ultralaufkarriere!

Spätestens bei der Siegerehrung wurde allen Beteiligten klar, was für unfassbar sensationelle Leistungen erzielt wurden. Der beste Mann lief 211,9 km, die beste Frau 202,5, die älteste Teilnehmerin, lief mit ihren 87 Jahren 105,5 Kilometer! Insgesamt war es eine hervorragend organisierte Deutsche Meisterschaft mit angekündigtem Extremwetter. Die Bedingungen waren sehr hart, aber die Teilnehmer teilten sich überwiegend ihr Rennen klug ein, kämpften und konnten sich am Ende über ihre guten Leistungen freuen.

Erfolgreiche Teilnahme von Michael Irrgang beim 100-Meilenlauf in Groningen: Michael berichtet

Pünktlich um 9 Uhr werden 6 Läufer mit Glockengeläut auf die erste der 3 Runden geschickt. Sie führte die Teilnehmer mit ihren Begleitern über 63,5 km rund um Groningen.

Michael wurde von seiner Frau, Schwägerin und Schwager mit Rädern begleitet und von ihnen unterwegs bestens versorgt und unterhalten. Meist ging es auf flachen, gepflasterten oder asphaltierten Radwegen und Straßen durch eine schöne Landschaft. Nach gut 7 Stunden erreichte Michael als erster der Gruppe wieder den Wechselpunkt in Sint Annen. Schnell umziehen für die Nacht, Verpflegen und schon ging es in die zweite Runde, die über Winsum ,der schönsten Stadt des Landes, nach Leens und wieder zurück führte. Auch diese 55,4 km-Schleife lief sich noch recht locker, auch wenn ab und zu ein paar Regentropfen fielen. In die letzte, kurze Runde von nur 42,3 km startete Michael dann gegen Mitternacht. Mittlerweile war der Regen stärker, die Luft kühler und der aufkommende Wind kam gefühlt die ganze Zeit von vorne. 11 km des Weges führten über Wiesenwege und das waren selten schöne Wege in einem Park, sondern eher Pfade über einen unwegsamen Acker oder durchhüfthohes, nasses Gras. Aber irgendwann ging die Sonne wieder auf, der Regen hörte auf und das Ziel nahte.

Nach 21 Stunden und 17 Minuten beendete Michael als erster die dritte Runde mit über 2 Stunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Die einzige Frau im Ziel brauchte über 9 Stunden mehr Zeit für die ca.161 km, die anderen 3 Starter, zwei Männer und eine Frau, beendeten bereits nach der ersten Runde das Rennen. Insgesamt war es eine sehr herzliche, familiäre Veranstaltung, die sehr viel Freudebereitete und in den vergangenen 8 Ausgaben oft nur zwischen 5 und10 Finisher hatte.

Sparda-Bank NACHTLAUF Bonn: M.U.T.-Team nahm erfolgreich teil

Leichter Nieselregen begleitete auch in diesem Jahr knapp 1100 Läuferinnen und Läufer beim Bonner Nachtlauf. Gewählt werden konnte zwischen SpeedRun und FunRun. Wie immer waren auch drei M.U.T.ler sowie zwei befreundete Läuferinnen darunter. Kurz vor dem Start wurden die 700 FunRun Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die 5 km lange Strecke in der Rheinaue mit Musik eingestimmt.

Pünktlich um 21.00 Uhr fiel der Startschuss. Die Möglichkeit bestand nach einer Runde auszusteigen. Für Elke Atorf, Christiana Lange, Udo Lütkeduhme, Anja Kopp und Johanna Salz stand fest: wir laufen 2 Runden.
Viele Zuschauer und Freunde, darunter Nicole Vanderschaeghe und David Quabeck sowie die schon von weitem zu hörenden Trommler unter der Südbrücke feuerten die Läuferinnen und Läufer an. Christiana kam nach 57:17 min ins Ziel, belegte in der AK W65 Platz 1. Johanna finishte nach 1:05:52 h in der AK W25, Platz 81, gefolgt von Elke und Udo, die gemeinsam nach 1:09:03 h über die Matte liefen. Elke auf Platz 13, AK W55,Udo Platz 14, AK M65. Nach 1:09:52 h kam Anja auf Platz 20 in der AK W50 ins Ziel und vervollständigte das „M.U.T.-Team“. Die Fünf freuten sich über die persönlichen Ergebnisse, stärkten sich trotz zunehmendem Regen mit Getränken und Bananen und machten sich anschließend auf den Weg nach Hause.

Wir gratulieren!