Samuel Krämer holt den nächsten Vereinsrekord

Am vergangenen Samstag fanden erstmals die Finals für die U12 statt. Startberechtigt waren ausschließlich Kinder, die sich zuvor bei einer der neun Talentiaden qualifiziert hatten. Auch die Troisdorfer LG war mit mehreren Nachwuchsathlet:innen vertreten.

Elian Ta (M11) durfte über die 30 m Fliegend an den Start gehen. Dabei stellte er eine neue persönliche Bestleistung auf und belegte am Ende den 13. Platz. Für Finja Winkler (W11) standen der Ballwurf und das Kugelstoßen auf dem Programm. Im Kugelstoßen kam sie mit starken 6,53 m nahe an ihre persönliche Bestleistung heran und sicherte sich damit den 11. Platz. Hümeyra Kurt (W11) ging ebenfalls im Ballwurf an den Start und erzielte mit 28 m eine gute Weite.

Für die U12 waren die Finals eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen auf Meisterschaftsniveau zu sammeln und schon einmal ein Gefühl für die LVN-Meisterschaften im kommenden Jahr zu bekommen.

Am darauffolgenden Tag standen die Regionsvergleichswettkämpfe auf dem Programm. Für die Troisdorfer LG wurden Samuel Krämer (M14) über 80 m Hürden und 300 m, Lya Walkowiak (W14) im Speerwurf sowie Nele Weishaupt (W12) im Kugelstoßen nominiert.

Für Samuel Krämer war es der erste Start über die 300 m. Sein Ziel war klar: Er wollte den bestehenden Vereinsrekord knacken. In einem starken Rennen gelang ihm das eindrucksvoll. Mit einer Zeit von 40,09 Sekunden verbesserte er den bisherigen Vereinsrekord um 0,3 Sekunden. Bereits zuvor hatte er über die 80 m Hürden überzeugt. Mit einer Zeit von unter 12 Sekunden sicherte er sich einen starken zweiten Platz.

Auch Lya Walkowiak und Nele Weishaupt zeigten gute Leistungen und sammelten wichtige Punkte für die Region. Lya erzielte im Speerwurf eine Weite von 29,89 m, während Nele die Kugel auf gute 8,02 m kam.

Am Ende des Wettkampftages durfte sich Samuel Krämer gemeinsam mit dem männlichen U16-Team der Region Südost über den ersten Platz freuen. Lya Walkowiak und Nele Weishaupt erreichten mit ihren Teams einen hervorragenden zweiten Platz.

Damit gehen zwei erfolgreiche Wettkampftage für die Troisdorfer LG zu Ende. Neben zahlreichen guten Leistungen und neuen persönlichen Bestleistungen konnte Samuel Krämer einen weiteren Vereinsrekord aufstellen. Nun richtet sich der Blick auf die Vorbereitung für die Hallensaison 2026/27.

31 Medaillen zum Saisonabschluss bei der Miniolympiade in Königswinter

Einen erfolgreichen Saisonabschluss feierten die Nachwuchsathlet:innen der Troisdorfer LG bei der Miniolympiade der SSG Königswinter am 19. September. In den Altersklassen U8 bis U14 zeigten die TLG-Kids noch einmal zahlreiche starke Leistungen und sicherten sich insgesamt 31 Medaillen.

Bei den Jungen gab es bereits in der M7 Grund zur Freude: Marc Mäling gewann die Silbermedaille über 800 Meter, während Toni Fries im Dreikampf ebenfalls Silber holte.

In der M8 dominierten Joscha Gebauer und Justus Pollheim das Geschehen. Sowohl über 800 Meter als auch im Dreikampf belegten die beiden die Plätze eins und zwei. Besonders beeindruckend waren dabei Joschas Leistungen: Über 800 Meter hatte er einen Vorsprung von mehr als 15 Sekunden, im Dreikampf lag er mit knapp 200 Punkten deutlich vor der Konkurrenz.

Auch in der M9 sorgten Jan Schröder und Niclas Schlebusch für einen erfolgreichen Wettkampftag. Sowohl über 800 Meter als auch im Dreikampf sicherten sie sich Silber und Bronze. In der M11 erkämpfte sich Elian Ta die Bronzemedaille.

Bei den Mädchen startete Romina Sarodnick in der W6 mit einem Sieg über 800 Meter und Silber im Dreikampf. In der W8 holte Sophie Schiller Silber über 800 Meter, während sich Nora Bernards im Dreikampf ebenfalls über die Silbermedaille freuen durfte.

In der W9 war Noura Sarbar nicht zu schlagen. Sie gewann sowohl den 800-Meter-Lauf als auch den Dreikampf und sicherte sich damit gleich zwei Goldmedaillen. Im 800-Meter-Rennen kam Ida Hensellek zudem auf den dritten Platz.

In der W10 gingen sowohl über 800 Meter als auch im Dreikampf Silber und Bronze an die TLG. Noa Heckel und Finja Radermacher belegten dabei jeweils die Plätze zwei und drei.

Eine besonders starke Bilanz gab es auch in der W11: Nele Schlebusch und Hümeyra Kurt gewannen über 800 Meter Silber und Bronze. Im Dreikampf konnten sie das Ergebnis sogar noch verbessern und sich die Plätze eins und zwei sichern.

In der W12 stellte Anna Haas gleich drei neue persönliche Bestleistungen auf und belohnte sich dafür am Ende mit der Bronzemedaille.

In der W13 sammelte Annika Barth Gold und Silber über 800 Meter und im Dreikampf. Hannah Cibis steuerte zudem zwei weitere Bronzemedaillen zum erfolgreichen Abschneiden der TLG bei.

Mit insgesamt 31 Medaillen und zahlreichen neuen persönlichen Bestleistungen war die Miniolympiade damit ein äußerst erfolgreicher Abschluss der Freiluftsaison für die jungen TLG-Athlet:innen.

Nun heißt es erst einmal: Erholen, Kräfte sammeln und dann wieder Vollgas! Die Vorfreude auf das anstehende Aufbautraining für die Hallensaison 2026/27 ist jedenfalls schon groß. 🏃‍♀️🏃‍♂️💪

TLG-Athlet:innen liefern Bestleistungen in der Ferienzeit

Während die meisten Menschen in der Ferienzeit ihren wohlverdienten Urlaub genießen, trainierte eine kleine Gruppe von TLG-Athlet:innen auch in den Sommerferien intensiv weiter, um bei hochklassigen Wettkämpfen neue Bestleistungen zu erzielen.

Nachdem TLG-Mittelstreckenprofi Joseph Tanga bereits beim ASV Runners’ Day seine 800-Meter-Bestzeit deutlich verbessern konnte, sollte nun auch über die 1.500-Meter-Strecke auch eine neue Bestmarke folgen.

Mitte August ging es für Joseph an einem Mittwoch ins südhessische Bad Vilbel, wo erstmals ein Abendmeeting mit international besetzten Läufen ausgetragen wurde.

Nach der Einteilung der Läufe fand sich Joseph im schnelleren zweiten Lauf wieder. Sämtliche Teilnehmer hatten Meldezeiten von teilweise deutlich unter vier Minuten vorzuweisen. Josephs Renntaktik war klar: aktiv mit der Gruppe mitlaufen und möglichst eine Zeit unter der Vier-Minuten-Marke erzielen.

Dieses Ziel verfehlte er zwar knapp, doch mit 4:00,61 Minuten und Platz sieben in der Männerwertung sammelte Joseph wertvolle Erfahrungen in einem international stark besetzten und schnellen Rennen.

Genau zwei Wochen später stand bereits der nächste Ferienwettkampf auf dem Programm. Beim Pfungstädter Abendmeeting sollte es erneut über die 800 Meter gehen. Joseph startete im fünften Lauf mit internationaler Beteiligung und zeigte ein gleichmäßiges und starkes Rennen. Am Ende durfte er sich über eine weitere Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit freuen: Mit 1:54,15 Minuten unterbot er seine bisherige Bestmarke um knapp drei Zehntelsekunden.

Am darauffolgenden Donnerstag stand dann die traditionelle Bahnlaufserie des TV Herkenrath in Bergisch Gladbach auf dem Programm. Hier hatten TLG-Urgestein Luca Hesemann und Jan Schröder über 800 Meter, sowie DM-Teilnehmerin Mia Haubrichs über 3.000 Meter ihre Starts angekündigt.

Den Anfang machte Luca, der in einem mutigen Rennen im ersten Lauf seine mehr als fünf Jahre alte persönliche Bestmarke verbessern konnte. Mit 2:01,41 Minuten belegte er im A-Finale den fünften Platz in der Männerwertung. Jan Schröder (M9) stellte eine persönliche Bestzeit von 2:53,45Min. auf, gewann seine Altersklasse und verbessert damit den Vereinsrekord.

Bei schwülen Temperaturen durfte später am Abend auch Langstrecken-Ass Mia Haubrichs über die 3.000 Meter auf die Rundbahn gehen. Vom Start weg dominierte sie das Feld und lief ein äußerst gleichmäßiges, gleichzeitig aber schnelles Rennen.

Am Ende durfte Mia über eine fulminante neue Bestzeit von 10:05,25 Minuten und den Sieg in der Frauenwertung jubeln. Damit verbesserte sie ihre bisherige persönliche Bestmarke um beeindruckende mehr als zwei Minuten.

Einmal mehr zeigte sich: Auch während der Ferienzeit wird bei der TLG erfolgreich trainiert – und die harte Arbeit zahlt sich aus!

Joseph Tanga pulverisiert in Köln seine 800-Meter-Bestzeit

Der ASV Runners Day ist für die Läuferinnen und Läufer der TLG seit Jahren ein beliebter Wettkampf, um kurz vor den Sommerferien die aktuelle Form zu überprüfen.

In diesem Jahr machten sich aufgrund von Terminüberschneidungen lediglich Mittelstrecken-Ass Joseph Tanga und Langstreckenspezialistin Mia Haubrichs auf den Weg ins ASV-Stadion nach Köln-Müngersdorf.

Joseph ging am Donnerstagabend im vorletzten und damit zweitschnellsten Zeitlauf über 800 Meter an den Start. Schon anhand der Meldezeiten war klar, dass ihn ein stark besetztes Teilnehmerfeld erwartete. Nach dem Start ordnete er sich zunächst im hinteren Teil des Feldes ein, arbeitete sich jedoch im Rennverlauf Position um Position nach vorne. Rund 300 Meter vor dem Ziel, nach etwa 500 Metern Renndistanz, griff Joseph als Zweitplatzierter den führenden Luca Böhmer (TV Herkenrath) an, der sich bereits rund zehn Meter vom Verfolgerfeld abgesetzt hatte. Mit einem beeindruckenden Schlussspurt zog Joseph noch vorbei und gewann seinen Lauf in herausragenden 1:54,44 Minuten. Damit verbesserte er seine bisherige Bestzeit, die er im Winter in der Halle aufgestellt hatte, um mehr als fünf Sekunden.

Später am Abend fiel der Startschuss für Mia Haubrichs über die 1.500 Meter. Im ersten von zwei Zeitläufen traf sie ebenfalls auf starke Konkurrenz und ging das Rennen von Beginn an mutig an. Die Belastungen der Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid aus den vergangenen Tagen machten sich jedoch mit schweren Beinen bemerkbar. Dennoch kämpfte sich Mia entschlossen durch das Feld und erreichte nach 4:51,78 Minuten als Fünfte ihres Laufes das Ziel. Als Belohnung durfte sie sich über eine neue persönliche Bestzeit freuen.

Wertvolle internationale Erfahrungen: Troisdorfer Hochspringer Jannik Gerhardy feiert EM- Debüt in Rieti

Nur eine Woche nach seinem Titelgewinn bei den Deutschen U18-Meisterschaften in Bochum stand für Jannik Gerhardy von der Troisdorfer LG bereits der nächste sportliche Höhepunkt auf dem Programm: Bei den U18-Europameisterschaften im italienischen Rieti gab der Deutsche Meister sein Debüt im Nationaltrikot. Auch wenn der Wettkampf für den 17-Jährigen nicht den erhofften Verlauf nahm, überwogen am Ende die wertvollen Erfahrungen auf internationaler Bühne.

Bereits vor dem ersten Sprung verlief der Auftakt alles andere als optimal. Nach dem offiziellen Einspringen stellten die Kampfrichter fest, dass Jannik versehentlich der falschen Qualifikationsgruppe zugeordnet worden war. Kurzfristig musste er die Wettkampfanlage wechseln und ohne einen weiteren Probesprung auf der neuen Matte in den Wettbewerb starten – keine ideale Ausgangslage für seinen ersten internationalen Einsatz.

Beim ersten Versuch über die Einstiegshöhe von 1,84 Metern verletzte sich der Troisdorfer an seinem bereits im Saisonverlauf belasteten Knie. Trotz starker Schmerzen setzte Jannik den Wettkampf mit großem Kampfgeist fort. Die Einstiegshöhe meisterte er im zweiten Versuch, verzichtete anschließend taktisch auf die Höhe von 1,90 Metern und übersprang 1,96 Meter ebenfalls im zweiten Anlauf. Bei 2,01 Metern machte sich die Knieverletzung jedoch endgültig bemerkbar, sodass der Wettkampf für ihn beendet war.

Mit einer Höhe von 1,96 Metern belegte Jannik im Gesamtklassement den 19. Platz. Entsprechend groß war zunächst die Enttäuschung, denn seine persönliche Bestleistung von 2,08 Metern hätte unter normalen Bedingungen für den Einzug ins Finale gereicht. Dennoch nahm der junge Athlet das Ergebnis sportlich und richtete den Blick schnell nach vorne.

Vor Ort wurde Jannik vom Trainerteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes betreut, während sein Heimtrainer die Qualifikation per Livestream aus Troisdorf verfolgte. Nach seinem Ausscheiden blieb der Hochspringer in Rieti und unterstützte das deutsche Team von der Tribüne aus. Besonders erfreulich war dabei der Erfolg seines Teamkollegen Jan Ungeheuer, der sich für das Finale qualifizierte und dort mit einer persönlichen Bestleistung von 2,09 Metern die Bronzemedaille gewann.

Mit dem Deutschen Meistertitel und dem ersten internationalen Einsatz endet für Jannik Gerhardy eine äußerst erfolgreiche Freiluftsaison. In den kommenden Wochen steht zunächst die vollständige Regeneration seines Knies im Mittelpunkt. Nach einer verletzungsfreien Vorbereitung möchte der Troisdorfer im kommenden Jahr den nächsten Schritt gehen und die Qualifikation für die U20-Europameisterschaften in Angriff nehmen.

Auch wenn in Rieti das erhoffte Finalticket ausblieb, hat Jannik Gerhardy bewiesen, dass er bereits zur europäischen Spitze seines Jahrgangs gehört. Das EM-Debüt lieferte ihm wichtige Erfahrungen und zusätzliche Motivation, seinen erfolgreichen Weg in den kommenden Jahren konsequent fortzusetzen.

Erfolgreiche Jugend DM

An den vergangenen beiden Wochenenden fanden in Bochum-Wattenscheid die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen U16 bis U23 statt. Die Troisdorfer LG war mit vier Athlet*innen vertreten und konnte dabei starke Leistungen präsentieren.

Den größten Erfolg feierte Jannik Gerhardy, der den Hochsprung der MU18 gewann und sich damit den Deutschen Meistertitel sicherte. Für ihn geht es nun direkt weiter zu den U18-Europameisterschaften nach Italien, wo er bereits am Donnerstag an den Start geht.

Nieke Andersson (WU20) zeigte einen starken Wettkampf und blieb bis einschließlich 1,68 m ohne Fehlversuch. An der neuen persönlichen Bestleistung von 1,72 m scheiterte sie diesmal zwar noch, dennoch belegte sie einen hervorragenden 8. Platz und durfte sich erneut über eine Urkunde bei Deutschen Meisterschaften freuen.

Adanma Nwachukwu, im ersten Jahr der U18, erwischte über die 100 m Hürden einen starken Start und lag bis zur siebten Hürde auf Rang zwei. An der achten Hürde blieb sie jedoch hängen und verlor dadurch ihren Rhythmus. Trotz dieses Missgeschicks lief sie mit 14,62 Sekunden noch eine gute Zeit und belegte am Ende Platz 24.

Mia Haubrichs startete in der WU23 über 5.000 m. Nach einem leichten Infekt ging sie leicht geschwächt ins Rennen. Wie geplant ordnete sie sich nach dem Start im Mittelfeld der zweiten Gruppe ein und fand schnell einen gleichmäßigen Rhythmus. Auch wenn die Rundenzeiten in der zweiten Rennhälfte allmählich etwas langsamer wurden, zeigte sie ein engagiertes Rennen und erreichte nach 18:14,24 Minuten als 15. das Ziel.

Wir gratulieren zu diesen tollen Leistungen und wünschen den Athlet*innen alles Gute für die Zukunft.

Sensation in Bochum: Jannik Gerhardy fliegt zu DM-Gold und bucht das EM-Ticket

Bochum – Bei den Deutschen U18-Leichtathletik-Meisterschaften im Lohrheidestadion in Bochum hat Hochspringer Jannik Gerhardy von der Troisdorfer LG sensationell den deutschen Meistertitel gewonnen. Mit übersprungenen 2,08 Metern setzte sich der Troisdorfer in einem hochklassigen Wettkampf gegen die nationale Elite durch. Der Erfolg ist das Resultat einer außergewöhnlichen Teamleistung, eiskalter Nervenstärke und einer punktgenauen sportlichen Planung. Das Timing passte perfekt: Zeitgleich feierte die Troisdorfer LG in der Heimat ihr 60-jähriges Vereinsbestehen – Gerhardy lieferte dazu das passende sportliche Geburtstagsgeschenk.

Die Vorbereitung: Eine trainingswissenschaftliche Punktlandung

Hinter dem Triumph liegt eine monatelange Leidenszeit. Ein hartnäckiges Patellaspitzensyndrom am Stemmbein bremste Gerhardy die gesamte Saison über aus. Um das Knie zu schonen, musste Jannik auf wichtige Wettkämpfe und Landesmeisterschaften verzichten. Die Vorbereitung war eine medizinische und trainingswissenschaftliche Punktlandung. Da Heimtrainer Michael tom Felde zeitgleich seine eigenen Kinder beim Pau Gasol Basketball Camp in Barcelona begleitete, konnte er in Bochum nicht an der Bande stehen. Die sportliche Planung und der Fahrplan für diesen Wettkampf standen jedoch. Die Umsetzung und Betreuung vor Ort wurde durch Landestrainer Roman Buhl kompetent übernommen. Für die medizinische Stabilität in den letzten Monaten sorgte die physiotherapeutische Praxis „Balance Point“ (Sebastian Sohns) in Bonn. Die klare Marschroute für Bochum lautete: Das offizielle EM-Limit von 2,01 Metern springen und Platz eins oder zwei für die sichere Nominierung absichern.

15-Sprung-Marathon und Nervenkrimi bei 1,94 Metern

Der Wettkampfverlauf verlangte Jannik alles ab. Da er verletzungsbedingt kaum Hochsprungtraining absolvieren konnte, war ein ungewöhnlich früher Einstieg bei 1,85 m notwendig, um im großen Teilnehmerfeld Rhythmus und Anlauf aufzubauen. Das führte zu einem enormen Pensum: Während die Konkurrenz im Schnitt mit maximal neun Versuchen durchkam (normal sind 8-10 Sprünge), musste der Troisdorfer 15-mal anlaufen – eine extreme Belastung für sein Knie.

Bei 1,94 m folgte der Moment, der den EM-Traum fast platzen ließ. Jannik leistete sich zwei Fehlversuche. Mit dem Rücken zur Wand bewies der U18-Athlet jedoch die Nervenstärke eines Routiniers, behielt trotz böiger Windverhältnisse seine Routine und rettete sich im dritten Versuch im Wettbewerb.

Taktisches Finale und der Sprung nach Europa

Bei der internationalen Spitzenhöhe von 2,06 Metern folgte der sportliche Wendepunkt. Während der Top-Favorit und amtierende deutsche U20-Hallenmeister Jan Ungeheuer (Turnklub Grevenbroich) mit den Bedingungen kämpfte, flog Jannik direkt im ersten Anlauf fehlerfrei über die Latte. Dieser perfekte Erstversuch erhöhte den Druck auf Ungeheuer massiv. Um im Kampf um Gold zu bleiben, nahm der Grevenbroicher seine verbleibenden Versuche mit auf die nächste Höhe von 2,08 m.

Das Risiko des Favoriten wurde nicht belohnt – Jan Ungeheuer riss die Höhe. Damit stand Jannik Gerhardy vorzeitig als Deutscher Meister fest. Befreit von jeglicher Last überquerte der frischgebackene Champion im dritten Versuch auch die 2,08 Meter und untermauerte sein EM-Ticket meisterlich. Auf weitere Sprünge bei 2,10 m verzichtete das Trainerteam.

„Nach den Monaten voller Knieschmerzen war dieser Wettkampf unglaublich“, erklärte Jannik Gerhardy. „Als ich bei 1,94 m im dritten Versuch stand, ging es um alles oder nichts, da war ich schon nervös“. „Dass es dann sogar noch zu 2,08 Metern und Gold gereicht hat, kann ich selbst kaum fassen.“

Heimtrainer Michael tom Felde ergänzte aus Barcelona: „Nach dem starken Wettkampf in Siegburg wussten wir: Wenn das Knie hält, ist eine Punktlandung bei 2,06 Metern drin. Der Plan stand in der Theorie und Roman Buhl hat ihn vor Ort mit Jannik super umgesetzt. Ich bin unglaublich stolz auf Janniks mentale Stärke – er hat das selbst absolut stark gelöst. Mein besonderer Dank gilt unserer Troisdorfer LG: Dass der Verein uns komplett freie Hand gelassen und vertraut hat, war das unschätzbare Fundament für diesen Erfolg.“

Mit seiner Siegerhöhe von 2,08 Metern wird Gerhardy aktuell auf Platz 9 in Europa geführt. Vom 16. bis 19. Juli 2026 wird er nun das Nationaltrikot bei der U18-Europameisterschaft in Rieti (Italien) vertreten.

Starke Leistungen der TLG beim Alwin-Herrmann-Schülersportfest

Bei unserem traditionellen Alwin-Herrmann-Schülersportfest am 28. Juni präsentierten sich die Nachwuchsathletinnen und -athleten der Troisdorfer LG in hervorragender Form. Mit 400 Teilnehmern war der Wettkampf gut besucht und verlief trotz der herausfordernden Hitze ohne Probleme.
Mit zahlreichen Podestplätzen, persönlichen Bestleistungen und überzeugenden Auftritten in den verschiedensten Disziplinen zeigte das TLG-Team einmal mehr seine Vielseitigkeit.

Bereits in der Altersklasse M8 sorgten die jungen Sprinter und Springer für starke Ergebnisse. Über 50 Meter sprintete Joscha Gebauer in 8,31 Sekunden auf den 2. Platz. Im Weitsprung ließ er der Konkurrenz keine Chance und gewann mit 3,71 Metern souverän den Wettbewerb. Moritz Kamp erreichte über 50 Meter in 8,51 Sekunden den 3. Platz und wurde mit 3,45 Metern Zweiter im Weitsprung. Auch Nora Bernards durfte sich über einen Podestplatz freuen: In der W8 belegte sie über 50 Meter in 8,91 Sekunden Rang drei und sprang mit 3,13 Metern ebenfalls auf den 3. Platz im Weitsprung.
Die W11 der TLG war nicht weniger erfolgreich: Im Ballwurf überzeugte Nele Schlebusch mit 31 Metern und sicherte sich den 2. Platz. Gleich doppelt erfolgreich war Hümeyra Kurt, die über 800 Meter in 3:01,70 Minuten Zweite wurde und zusätzlich mit 27,50 Metern den 3. Platz im Ballwurf erreichte. Im Hochsprung überquerte Finja Winkler starke 1,10 Meter und belegte damit Rang drei.

Bei den Jungen der Altersklasse M11 war Tim Wielpütz mit 35 Metern im Ballwurf erfolgreich und wurde Dritter. Im Weitsprung sprang Elian Ta mit 4,16 Metern auf einen hervorragenden 2. Platz.
Auch die älteren Athletinnen und Athleten der Troisdorfer LG sammelten zahlreiche Topplatzierungen. Über 75 Meter lief Nazarii Mazur in 10,40 Sekunden auf den 2. Platz. In den Hürdenwettbewerben zeigte die TLG ihre Stärke: Matteo Meutzner erreichte Platz zwei, während Jussi Mühlhausen siegte . Jana Feuerherm konnte sich über 60 Meter Hürden ebenfalls mit rund einer Sekunde Vorsprung gegen die Konkurrenz durchsetzen Zusätzlich sicherte sich Jussi im Weitsprung den 3. Platz, Jana lief über 75m auf Rang 3.
Lena Martins (W13) rundete das starke Gesamtergebnis der Troisdorfer LG mit dem Sieg im Hochsprung ab. Mit übersprungenen 1,35 Metern sicherte sie sich verdient den ersten Platz.
Bei unseren älteren Athleten konnte Jakob Döhler (M14) über 100 Meter in 13,06 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung aufstellen.

Mit vielen Medaillen, persönlichen Erfolgen und großem Einsatz blickt die TLG auf einen äußerst erfolgreichen Wettkampftag in Troisdorf zurück. Die gezeigten Leistungen machen Lust auf die kommenden Veranstaltungen der Sommersaison.

Nieke Andersson springt DM-Qualifikation

Am Samstag (27.06.2026) ging Nieke Andersson beim Leichtathletik-Meeting in Köln an den Start. Bei hochsommerlichen Temperaturen von 39 Grad galt es, im letzten möglichen Qualifikationswettkampf die DM-Norm von 1,71 m zu überspringen.

Nieke zeigte sich von Beginn an in starker Form. Sie stieg bei 1,55 m in den Wettkampf ein und meisterte die ersten Höhen souverän. Die 1,68 m überquerte sie im zweiten Versuch, bevor sie sich die Qualifikationshöhe von 1,71 m auflegen ließ. Diese meisterte sie im dritten Versuch mit einem technisch sauberen Sprung und sicherte sich damit die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Anschließend versuchte sie sich noch an 1,73 m, scheiterte dort jedoch nur denkbar knapp.

Im gleichen Wettbewerb ging auch Anna Mebus an den Start. Mit übersprungenen 1,55 m belegte sie den zweiten Platz. Lilly Mühlhausen (W15) sicherte sich mit 1,50 m den ersten Platz.

Samuel Krämer (M14) trat über die 80 m Hürden an und gewann die Silbermedaille.

Nun blicken wir voller Vorfreude auf die Deutschen U18/U23-Meisterschaften in der kommenden Woche. Dort werden Mia Haubrichs (5.000 m), Adanma Nwachukwu (100 m Hürden) und Jannik Gerhardy (Hochsprung) an den Start gehen. Eine Woche später folgen die Deutschen U20-Meisterschaften mit Nieke Andersson und Jannik Gerhardy im Hochsprung.

Wir wünschen allen Athletinnen und Athleten viel Erfolg!

Viele Medaillen und PBs bei den Nordrheinmeisterschaften 2026

Die TLG kann auf zwei äußerst erfolgreiche Wochenenden bei den Nordrheinmeisterschaften im Juni 2026 zurückblicken. Den Auftakt machten die Altersklassen der U16, U20 sowie Männer/Frauen bei den Titelkämpfen vom 12. bis 14. Juni in Mönchengladbach, ehe eine Woche später die U14 und U18 in Aachen an den Start ging.

In Mönchengladbach überzeugten die Athletinnen und Athleten der TLG mit einer Vielzahl an Podestplätzen und persönlichen Bestleistungen. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Mia Haubrichs in der Frauenklasse, die sich über die 5000 Meter mit einem starken Rennen die Bronzemedaille sicherte und gleichzeitig die Norm für die Deutschen Meisterschaften der U23 erfüllen konnte. Für ein weiteres Highlight sorgte Joseph Tanga in der U20: Über 800 Meter lief er souverän zum Titelgewinn und krönte sich zum Nordrheinmeister. Auch über die 1500 Meter zeigte er seine Klasse und gewann nach einem spannenden Zielsprint die Silbermedaille.

Der Nachwuchs präsentierte sich ebenfalls in bestechender Form. Samuel Krämer (M14) sicherte sich im Weitsprung mit 5,50 Metern die Bronzemedaille und zeigte auch über die 80 Meter Hürden ein herausragendes Rennen, das er in persönlicher Bestzeit von 11,53 Sekunden mit Silber abschloss. Sein beeindruckender Wettkampf wurde mit einer weiteren Silbermedaille im Hochsprung abgerundet.  Moritz Brenger (U20) überzeugte im Speerwurf und belohnte sich mit einer neuen persönlichen Bestleistung sowie der Silbermedaille. Gleich mehrere TLG-Athletinnen sorgten zudem im Hochsprung für starke Ergebnisse: Stella tom Felde (W14) übersprang 1,58 Meter und gewann Silber, Anna Mebus (U20) stellte ihre persönliche Bestleistung ein und wurde ebenfalls Zweite, während Nieke Andersson (U20) Bronze holte. Abgerundet wurde das gute Abschneiden durch Lya Walkowiak (W14), die im Speerwurf Bronze gewann.

Jakob Döhler konnte in der M14 seine PB über 100m deutlich steigern und sich für das Halbfinale qualifizieren, einen Tag später stellte er im Kugelstoßen ebenfalls eine persönliche Bestleistung auf und belegte dort den 6. Platz.

Nur eine Woche später setzten die jüngeren Athletinnen und Athleten bei den Meisterschaften der U14 und U18 in Aachen die Erfolgsserie fort. Lya Walkowiak trat erneut im Speerwurf an – diesmal jedoch eine Altersklasse höher in der U18. Mit 30,42 Metern belegte sie einen starken fünften Platz und zeigte damit eindrucksvoll ihr großes Potenzial. Für eine weitere Top-Platzierung sorgte Adanma Nwachukwu (U18), die über die 100 Meter Hürden in 14,32 Sekunden ihre PB pulverisierte und die Silbermedaille gewann. Im Weitsprung konnte sie ihr Sprungtalent unter Beweis stellen und sich mit starken 5,41 Metern den 5. Platz sichern.

Sein großes Potential in den Wurfdisziplinen bewies Luca Weishaupt in der U18. Im Kugelstoßen sicherte er sich Bronze, bevor er im Diskuswurf mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 47,20 Metern die Konkurrenz dominierte und den Titel gewann. Auch in den jüngeren Altersklassen gab es starke Leistungen zu feiern. Nele Weishaupt (W12) wurde mit 8,50 Metern Zweite im Kugelstoßen. In derselben Altersklasse qualifizierte sich Jana Feuerherm für das A-Finale über 60 Meter Hürden und steigerte ihre persönliche Bestleistung dabei eindrucksvoll um 0,6 Sekunden. Hannah Cibis (W13) erreichte ebenfalls mit persönlicher Bestzeit das C-Finale über die gleiche Strecke. Komplettiert wurde das starke Mannschaftsergebnis durch Geert Brinkwerth, er konnte den Speer auf eine neue Bestweite werfen. Sein Highlight zeigte sich jedoch im Diskuswurf, wo er mit einer neuen Bestleistung von 24,32 Metern die Silbermedaille gewann. Mit dieser beeindruckenden Weite konnte er darüber hinaus einen neuen Vereinsrekord aufstellen.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der beiden Meisterschaftswochenenden die hervorragende Entwicklung der TLG-Athletinnen und -Athleten. Die Vielzahl an Medaillen, Bestleistungen und Qualifikationen unterstreicht nicht nur die individuelle Klasse, sondern auch die erfolgreiche und nachhaltige Trainingsarbeit im Verein.