Archiv für das Jahr: 2026

Terra Raetica Trails Tour Festival 2026 – 5 Etappen in Österreich, der Schweiz und Italien, gemeistert von Frank Breuer

Das Terra Raetica Trails Tour Festival 2026 fand vom 30. Juni bis 4. Juli 2026 statt und bot in seiner vierten Auflage ein spektakuläres mehrtägiges Trailrunning-Event im Dreiländereck von Österreich, Italien und der Schweiz. Nach dem Vorbild einer „Tour de France“ für Trailrunner absolvierten die Teilnehmer fünf abwechslungsreiche Etappen in verschiedenen Erlebnisräumen. Die täglichen Rundkurse erstreckten sich über knackige 15 bis 27 Kilometer Länge und forderten den Läufern jeweils ca.1.100 bis 1.700 Höhenmeter ab. Neben dem harten sportlichen Charakter punktete das Event mit einem familiären Festivalcharakter und grandiosen alpinen Panoramen. Meine gewählte Basis für die Woche war Pfunds im Tiroler Oberland, von meiner angemieteten Ferienwohnung aus waren die täglichen Starts in maximal 30 Minuten Fahrtzeit gut zu erreichen. Nach einer sechsmonatigen, intensiven Vorbereitungsphase stand ich nun am Start meiner wahrscheinlich bisher größten sportlichen Herausforderung, die anspruchsvollen Pfade der Terra Raetica nacheinander zu bezwingen.

Zum Auftakt der Tour  ging es direkt ordentlich zur Sache. Wegen der Warnung aufziehender Gewitter im Tagesverlauf wurde der Start um eine Stunde auf 08:30 Uhr vorgezogen. Nach dem Loslaufen im Kaunertal wartete eine anspruchsvolle Runde über 16,9 Kilometer und knackige 1.081 Höhenmeter. Das Wetter spielte zum Glück perfekt mit, vom Start an herrschten angenehme 17 Grad, und als im Verlauf des Tages immer mehr die Sonne rauskam, wurde es auf den freien Abschnitten richtig warm. Ein langer, steiler Anstieg zu Beginn jagte den Puls sofort hoch, oben angekommen wurde es auf dem Thomas-Penz-Höhenweg technisch. Auf den wurzeligen, schmalen Pfaden war vollste Konzentration gefragt, besonders, weil ich mich am ersten Tag dazu entschieden hatte, ohne Stöcke zu laufen. Belohnt wurden die Mühen durchgehend mit wunderschönen Aussichten auf die Kaunertaler Dreitausender. Der anschließende, sehr fordernde Downhill war extrem giftig für die Muskulatur, was ich definitiv noch die kommenden Tage in den Oberschenkeln merken sollte. Am Ende stand nach einem harten Kampf eine saubere erste Finish-Zeit von 3:06:53 Stunden auf der Uhr.

Bei der nächsten Etappe konnte ich zu Fuß an den Start gehen. Der zweite Tag brachte erneut wetterbedingte Anpassungen mit sich. Dafür den Vormittag schon starke Gewitter mit Dauerregen angekündigt waren, musste die Strecke diesmal sogar entschärft und verkürzt werden. Um den Unwettern bestmöglich zu entkommen, blieb es auch heute bei der vorverlegten Startzeit um 08:30 Uhr. Mir ging es vor dem Loslaufen nicht besonders gut, ich war sehr müde und meine Oberschenkel brannten noch heftig vom harten Downhill des Vortrags. Also heute lieber mit Stöcken, man lernt ja nie aus, die Alpen sind halt nicht das Siebengebirge 😉. Die modifizierte Route über 21,2 Kilometer und 1.131 Höhenmeter führte uns zwar immer noch auf den Frudiger, allerdings war der eigentliche Trail-Anteil nur kurz. Die Strecke verlief stattdessen meist auf breiteren Forstwegen. Genau am höchsten Punkt ging es dann auch los, das Gewitter zog auf, es krachte, blitze und der Himmel öffnete seine Schleusen. Für alle die Gelegenheit Ihre Regenjacken auszupacken und schnell den Rückweg anzutreten, denn der Regen wurde mit jedem Kilometer Richtung Ziel immer stärker. Dank der guten Organisation im Vorfeld ist aber alles sicher abgelaufen und ich konnte die Etappe nach 2:58:43 Stunden beenden.

Am dritten Tag ging es über die Grenze in die Schweiz und dieser Lauf sollte sich zu einem absoluten Highlight der gesamten Tour entwickeln. Auf dem Programm stand eine 14,6 Kilometer lange Runde mit anspruchsvollen 1.253 Höhenmetern. Dass die Strecke am Vortag wetterbedingt entschärft wurde, kam mir heute zugute, die Beine hatten sich etwas erholt und ich war körperlich wieder deutlich besser drauf. Bei traumhaftem Wetter mit strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen im Tal ging es los. Das Streckenprofil war diesmal richtig intensiv und forderte uns mit zwei harten Aufstiegen und zwei langen Downhills.
Der erste lange Anstieg führte hinauf zum Stammer Joch (2.659 m ü.d.M.), dort oben am höchsten Punkt der Etappe war es im Vergleich zum Tal spürbar kühler, was beim Laufen aber sehr angenehm war. Nach dem ersten Downhillhinab zum Rossboden folgte direkt der zweite kräftezehrende Anstieg hinauf in Richtung des mächtigen Muttlers (dem höchsten Berg der Samnaun-Gruppe). Die Schönheit der Schweizer Natur, gepaart mit dem überragenden Berg Panorama, hat mich auf dieser Etappe total begeistert. Nach einem herrlichen Traillauf blieb die Uhr für mich bei 3:07:38 Stunden stehen.

Am Freitag wartete die vermeintlich härteste und längste Prüfung der Tour auf mich, 26,3 Kilometer mit fordernden 1.651 Höhenmetern. Der Tag startete mit einer tollen Aktion im Ort, die Schul- und Kita-Kinder säumten den Startbereich bei der Touristen Info mit Pfeifen und Fahnen und sorgten dort für ordentlich Stimmung. Es war generell schön zu sehen, wie die einzelnen Gemeinden hinter dem Event stehen. Das Wetter blieb den ganzen Tag stabil mit einem Mix aus Sonne und Wolken, seltener gab es weiter oben auch leichten Nieselregen. Die meisten Höhenmeter mussten direkt beim ersten Anstieg am Anfang bewältigt werden, worauf ein kurzer Downhill folgte. Danach ging es auf einen langen, gut laufbaren Trail-Mittelteil an der Waldgrenze entlang. Absolut begeistert haben mich hier die wunderschönen alpinen Blumenwiesen. Dieser geschützte Höhenweg ist bekannt für seine botanische Vielfalt, bei der man sogar wildes Edelweiß direkt am Wegesrand entdecken kann. Nach dem finalen Downhill zurück ins Ziel überquerte ich die Ziellinie nach 4:34:20 Stunden.

Am Samstag folgte das große Finale in Südtirol und das wurde für mich zum absoluten Hammer der gesamten Tour. Die nackten Zahlen lasen sich mit 17,75 Kilometern und heftigen 1.754 Höhenmetern schon heftig und so sollte es auch werden. Mit schweren Beinen der letzten vier Tage ging es an den Reschensee. Das Wetter präsentierte sich mit jeder Menge Sonnenschein von seiner besten Seite. Gestartet wurde an der Talstation der Schönebenbahn. Nachdem ersten ordentlichen Anstieg zum späteren Ziel, ging es auf den traumhaften Panoramaweg zur Haideralm, der eine wunderschöne Aussicht mit freiem Blick auf den Reschensee und die mächtige Ortlergruppe bot. Doch die Idylle täuschte, denn ab der Haideralm folgte der heftigste Anstieg der gesamten Tour. Ein extrem steiler Uphill hinauf auf die Elferspitze (2.926 m ü.d.M.), der im oberen Bereich sogar echte Kletteranteile bereithielt. Hier hieß es, die allerletzten Reserven zu mobilisieren, bevor die Route über den Zwölferkopf hinab zum Ziel an der Bergstation Schöneben führte. Nach einem harten Kampf überquerte ich die finale Ziellinie nach 3:55:17 Stunden. Nach einer wohlverdienten Stärkung auf der Hütte ging es schließlich mit der Seilbahn ganz entspannt zurück zum Parkplatz hinunter.

Fünf Tage, drei Länder, 97km und 6885 Höhenmeter, bei einer Gesamtlaufzeit von 17:42:52 in den Beinen, hießen am Ende einen 75. Platz von insgesamt 370 Startern in der Gesamtwertung. Das Terra Raetica Trails Tour Festival 2026 war eine harte, aber lohnende Herausforderung. Die intensive Vorbereitung hat sich definitiv ausgezahlt, um diese anspruchsvollen Etappen durchzustehen. Das gesamte Event war von vorne bis hinten top organisiert. Die Trails und die Landschaften waren jede Schweißperle wert. Eine absolut geniale Veranstaltung, die ich so schnell nicht vergessen werde!

6. Bärenkopplauf: M.U.T. war wieder dabei!

Ein fester Termin im „Laufkalender“ von M.U.T. ist der Bärenkopplauf im Rhein-Westerwald. Der Berg-/Traillauf findet immer am ersten Freitag im August auf dem Wanderweg „WällerTour Bärenkopp“ statt und führt über 11 km mit +360/-260 Höhenmetern durch die wunderschöne Landschaft. Es ist ein sehr anspruchsvoller – wenn auch „kurzer“ Trail.

Viele Helfer des VFL Waldbreitbach und Anwohner feuerten 276 Läufer, teils mit den Kuhglocken, die auch als Preise verliehen wurden, an.
In der Hoffnung auf angenehme Temperaturen starteten Jürgen Titze, Iris Jaschky-Sterzenbach, Alexandra Tiede, Christiana Lange und Katharina Axmacher, eine langjährige Freundin in zeitversetzten Blocks. Begleitet wurden die M.U.T.ler von Udo Lütkeduhme, der die Läufer im Ziel mit Erfrischungsgetränken versorgte.

 

Ergebnisse:
Jürgen, 5. Platz, AK M60, 1:09:23 h
Christiana, 1 Platz, AK W65, 1:21:47 h
Iris, 3. Platz AK W65, 1:23:50 h
Alexandra, 6. Platz, AK W55, 1:27:19 h
Katharina Axmacher, 11. Platz, AK Seniorinnen, 1:27:47

Wir gratulieren!

 

Joseph Tanga pulverisiert in Köln seine 800-Meter-Bestzeit

Der ASV Runners Day ist für die Läuferinnen und Läufer der TLG seit Jahren ein beliebter Wettkampf, um kurz vor den Sommerferien die aktuelle Form zu überprüfen.

In diesem Jahr machten sich aufgrund von Terminüberschneidungen lediglich Mittelstrecken-Ass Joseph Tanga und Langstreckenspezialistin Mia Haubrichs auf den Weg ins ASV-Stadion nach Köln-Müngersdorf.

Joseph ging am Donnerstagabend im vorletzten und damit zweitschnellsten Zeitlauf über 800 Meter an den Start. Schon anhand der Meldezeiten war klar, dass ihn ein stark besetztes Teilnehmerfeld erwartete. Nach dem Start ordnete er sich zunächst im hinteren Teil des Feldes ein, arbeitete sich jedoch im Rennverlauf Position um Position nach vorne. Rund 300 Meter vor dem Ziel, nach etwa 500 Metern Renndistanz, griff Joseph als Zweitplatzierter den führenden Luca Böhmer (TV Herkenrath) an, der sich bereits rund zehn Meter vom Verfolgerfeld abgesetzt hatte. Mit einem beeindruckenden Schlussspurt zog Joseph noch vorbei und gewann seinen Lauf in herausragenden 1:54,44 Minuten. Damit verbesserte er seine bisherige Bestzeit, die er im Winter in der Halle aufgestellt hatte, um mehr als fünf Sekunden.

Später am Abend fiel der Startschuss für Mia Haubrichs über die 1.500 Meter. Im ersten von zwei Zeitläufen traf sie ebenfalls auf starke Konkurrenz und ging das Rennen von Beginn an mutig an. Die Belastungen der Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid aus den vergangenen Tagen machten sich jedoch mit schweren Beinen bemerkbar. Dennoch kämpfte sich Mia entschlossen durch das Feld und erreichte nach 4:51,78 Minuten als Fünfte ihres Laufes das Ziel. Als Belohnung durfte sie sich über eine neue persönliche Bestzeit freuen.

Wertvolle internationale Erfahrungen: Troisdorfer Hochspringer Jannik Gerhardy feiert EM- Debüt in Rieti

Nur eine Woche nach seinem Titelgewinn bei den Deutschen U18-Meisterschaften in Bochum stand für Jannik Gerhardy von der Troisdorfer LG bereits der nächste sportliche Höhepunkt auf dem Programm: Bei den U18-Europameisterschaften im italienischen Rieti gab der Deutsche Meister sein Debüt im Nationaltrikot. Auch wenn der Wettkampf für den 17-Jährigen nicht den erhofften Verlauf nahm, überwogen am Ende die wertvollen Erfahrungen auf internationaler Bühne.

Bereits vor dem ersten Sprung verlief der Auftakt alles andere als optimal. Nach dem offiziellen Einspringen stellten die Kampfrichter fest, dass Jannik versehentlich der falschen Qualifikationsgruppe zugeordnet worden war. Kurzfristig musste er die Wettkampfanlage wechseln und ohne einen weiteren Probesprung auf der neuen Matte in den Wettbewerb starten – keine ideale Ausgangslage für seinen ersten internationalen Einsatz.

Beim ersten Versuch über die Einstiegshöhe von 1,84 Metern verletzte sich der Troisdorfer an seinem bereits im Saisonverlauf belasteten Knie. Trotz starker Schmerzen setzte Jannik den Wettkampf mit großem Kampfgeist fort. Die Einstiegshöhe meisterte er im zweiten Versuch, verzichtete anschließend taktisch auf die Höhe von 1,90 Metern und übersprang 1,96 Meter ebenfalls im zweiten Anlauf. Bei 2,01 Metern machte sich die Knieverletzung jedoch endgültig bemerkbar, sodass der Wettkampf für ihn beendet war.

Mit einer Höhe von 1,96 Metern belegte Jannik im Gesamtklassement den 19. Platz. Entsprechend groß war zunächst die Enttäuschung, denn seine persönliche Bestleistung von 2,08 Metern hätte unter normalen Bedingungen für den Einzug ins Finale gereicht. Dennoch nahm der junge Athlet das Ergebnis sportlich und richtete den Blick schnell nach vorne.

Vor Ort wurde Jannik vom Trainerteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes betreut, während sein Heimtrainer die Qualifikation per Livestream aus Troisdorf verfolgte. Nach seinem Ausscheiden blieb der Hochspringer in Rieti und unterstützte das deutsche Team von der Tribüne aus. Besonders erfreulich war dabei der Erfolg seines Teamkollegen Jan Ungeheuer, der sich für das Finale qualifizierte und dort mit einer persönlichen Bestleistung von 2,09 Metern die Bronzemedaille gewann.

Mit dem Deutschen Meistertitel und dem ersten internationalen Einsatz endet für Jannik Gerhardy eine äußerst erfolgreiche Freiluftsaison. In den kommenden Wochen steht zunächst die vollständige Regeneration seines Knies im Mittelpunkt. Nach einer verletzungsfreien Vorbereitung möchte der Troisdorfer im kommenden Jahr den nächsten Schritt gehen und die Qualifikation für die U20-Europameisterschaften in Angriff nehmen.

Auch wenn in Rieti das erhoffte Finalticket ausblieb, hat Jannik Gerhardy bewiesen, dass er bereits zur europäischen Spitze seines Jahrgangs gehört. Das EM-Debüt lieferte ihm wichtige Erfahrungen und zusätzliche Motivation, seinen erfolgreichen Weg in den kommenden Jahren konsequent fortzusetzen.

Erfolgreiche Jugend DM

An den vergangenen beiden Wochenenden fanden in Bochum-Wattenscheid die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen U16 bis U23 statt. Die Troisdorfer LG war mit vier Athlet*innen vertreten und konnte dabei starke Leistungen präsentieren.

Den größten Erfolg feierte Jannik Gerhardy, der den Hochsprung der MU18 gewann und sich damit den Deutschen Meistertitel sicherte. Für ihn geht es nun direkt weiter zu den U18-Europameisterschaften nach Italien, wo er bereits am Donnerstag an den Start geht.

Nieke Andersson (WU20) zeigte einen starken Wettkampf und blieb bis einschließlich 1,68 m ohne Fehlversuch. An der neuen persönlichen Bestleistung von 1,72 m scheiterte sie diesmal zwar noch, dennoch belegte sie einen hervorragenden 8. Platz und durfte sich erneut über eine Urkunde bei Deutschen Meisterschaften freuen.

Adanma Nwachukwu, im ersten Jahr der U18, erwischte über die 100 m Hürden einen starken Start und lag bis zur siebten Hürde auf Rang zwei. An der achten Hürde blieb sie jedoch hängen und verlor dadurch ihren Rhythmus. Trotz dieses Missgeschicks lief sie mit 14,62 Sekunden noch eine gute Zeit und belegte am Ende Platz 24.

Mia Haubrichs startete in der WU23 über 5.000 m. Nach einem leichten Infekt ging sie leicht geschwächt ins Rennen. Wie geplant ordnete sie sich nach dem Start im Mittelfeld der zweiten Gruppe ein und fand schnell einen gleichmäßigen Rhythmus. Auch wenn die Rundenzeiten in der zweiten Rennhälfte allmählich etwas langsamer wurden, zeigte sie ein engagiertes Rennen und erreichte nach 18:14,24 Minuten als 15. das Ziel.

Wir gratulieren zu diesen tollen Leistungen und wünschen den Athlet*innen alles Gute für die Zukunft.

Ein Doppeljubiläum zum Staunen: TLG-Geburtstag mit über 1.000 Gästen

Viele Wochen wurde getagt, vorbereitet und organisiert: am 04.07.2026 war es dann endlich so weit. Das große Doppeljubiläum der TLG (60 Jahre) und der Troisdorfer Altstädter (66 Jahre) stand an. Mit einem mitreißenden Bühnenprogramm wurde der Fischerplatz zum Beben gebracht.

Mitten im Herzen Troisdorfs feierten zwei Vereine gemeinsam ihre Jubiläen und stellten so eindrucksvoll unter Beweis, dass Sport & Karneval perfekt harmonieren! Ob bei der Organisation vorab, beim Aufbau oder auch während der Veranstaltung – viele ehrenamtliche Hände bewegen Großes! Und so konnte ein spektakuläres Bühnenprogramm auf die Beine gestellt werden: Jot Drop, JP Weber, Björn Heuser und StadtRand verwandelten den Fischerplatz regelmäßig zur Partyzone! Beim großen Mitsingkonzert traf Björn Heuser den Nerv des Publikums und zum Abschluss begeisterte StadtRand mit Hits wie „Papajei“ oder „Orjenal“. Auch der karitative Zweck sollte dabei nicht zu kurz kommen. In einer amerikanischen Versteigerung konnten fast 600€ für die Kinderkrebshilfe gesammelt werden als ein Kunstwerk von Don Lorenzo unter den Hammer kam. Die über 1.000 Gäste des Abends kamen voll und ganz auf ihre Kosten.

Nicht weniger emotional verliefen auch die Ehrungen, die die TLG auf der Bühne für ihre Jubilare vornahm. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden verschiedene Mitglieder geehrt und gleichzeitig die neue Vereinschronik zum 60. Geburtstag feierlich der Öffentlichkeit präsentiert. Das Engagement wussten auch der Präsident des Kreissportbundes und der Bürgermeister zu schätzen: beide betonten die Bedeutung der Vereine für die Gesellschaft und auch als Aushängeschild für die Stadt Troisdorf.

Wir sind stolz, ein solches Doppeljubiläum durchführen zu können und bedanken uns nochmals bei unseren Freunden der Troisdorfer Altstädter. Eine solche Vereinsfreundschaft über die eigentlichen Schwerpunkte hinweg, sucht seinesgleichen. Wir gratulieren den Troisdorfer Altstädtern herzlich zum Geburtstag und bedanken uns bei allen, die mit uns gemeinsam gefeiert haben.

Sensation in Bochum: Jannik Gerhardy fliegt zu DM-Gold und bucht das EM-Ticket

Bochum – Bei den Deutschen U18-Leichtathletik-Meisterschaften im Lohrheidestadion in Bochum hat Hochspringer Jannik Gerhardy von der Troisdorfer LG sensationell den deutschen Meistertitel gewonnen. Mit übersprungenen 2,08 Metern setzte sich der Troisdorfer in einem hochklassigen Wettkampf gegen die nationale Elite durch. Der Erfolg ist das Resultat einer außergewöhnlichen Teamleistung, eiskalter Nervenstärke und einer punktgenauen sportlichen Planung. Das Timing passte perfekt: Zeitgleich feierte die Troisdorfer LG in der Heimat ihr 60-jähriges Vereinsbestehen – Gerhardy lieferte dazu das passende sportliche Geburtstagsgeschenk.

Die Vorbereitung: Eine trainingswissenschaftliche Punktlandung

Hinter dem Triumph liegt eine monatelange Leidenszeit. Ein hartnäckiges Patellaspitzensyndrom am Stemmbein bremste Gerhardy die gesamte Saison über aus. Um das Knie zu schonen, musste Jannik auf wichtige Wettkämpfe und Landesmeisterschaften verzichten. Die Vorbereitung war eine medizinische und trainingswissenschaftliche Punktlandung. Da Heimtrainer Michael tom Felde zeitgleich seine eigenen Kinder beim Pau Gasol Basketball Camp in Barcelona begleitete, konnte er in Bochum nicht an der Bande stehen. Die sportliche Planung und der Fahrplan für diesen Wettkampf standen jedoch. Die Umsetzung und Betreuung vor Ort wurde durch Landestrainer Roman Buhl kompetent übernommen. Für die medizinische Stabilität in den letzten Monaten sorgte die physiotherapeutische Praxis „Balance Point“ (Sebastian Sohns) in Bonn. Die klare Marschroute für Bochum lautete: Das offizielle EM-Limit von 2,01 Metern springen und Platz eins oder zwei für die sichere Nominierung absichern.

15-Sprung-Marathon und Nervenkrimi bei 1,94 Metern

Der Wettkampfverlauf verlangte Jannik alles ab. Da er verletzungsbedingt kaum Hochsprungtraining absolvieren konnte, war ein ungewöhnlich früher Einstieg bei 1,85 m notwendig, um im großen Teilnehmerfeld Rhythmus und Anlauf aufzubauen. Das führte zu einem enormen Pensum: Während die Konkurrenz im Schnitt mit maximal neun Versuchen durchkam (normal sind 8-10 Sprünge), musste der Troisdorfer 15-mal anlaufen – eine extreme Belastung für sein Knie.

Bei 1,94 m folgte der Moment, der den EM-Traum fast platzen ließ. Jannik leistete sich zwei Fehlversuche. Mit dem Rücken zur Wand bewies der U18-Athlet jedoch die Nervenstärke eines Routiniers, behielt trotz böiger Windverhältnisse seine Routine und rettete sich im dritten Versuch im Wettbewerb.

Taktisches Finale und der Sprung nach Europa

Bei der internationalen Spitzenhöhe von 2,06 Metern folgte der sportliche Wendepunkt. Während der Top-Favorit und amtierende deutsche U20-Hallenmeister Jan Ungeheuer (Turnklub Grevenbroich) mit den Bedingungen kämpfte, flog Jannik direkt im ersten Anlauf fehlerfrei über die Latte. Dieser perfekte Erstversuch erhöhte den Druck auf Ungeheuer massiv. Um im Kampf um Gold zu bleiben, nahm der Grevenbroicher seine verbleibenden Versuche mit auf die nächste Höhe von 2,08 m.

Das Risiko des Favoriten wurde nicht belohnt – Jan Ungeheuer riss die Höhe. Damit stand Jannik Gerhardy vorzeitig als Deutscher Meister fest. Befreit von jeglicher Last überquerte der frischgebackene Champion im dritten Versuch auch die 2,08 Meter und untermauerte sein EM-Ticket meisterlich. Auf weitere Sprünge bei 2,10 m verzichtete das Trainerteam.

„Nach den Monaten voller Knieschmerzen war dieser Wettkampf unglaublich“, erklärte Jannik Gerhardy. „Als ich bei 1,94 m im dritten Versuch stand, ging es um alles oder nichts, da war ich schon nervös“. „Dass es dann sogar noch zu 2,08 Metern und Gold gereicht hat, kann ich selbst kaum fassen.“

Heimtrainer Michael tom Felde ergänzte aus Barcelona: „Nach dem starken Wettkampf in Siegburg wussten wir: Wenn das Knie hält, ist eine Punktlandung bei 2,06 Metern drin. Der Plan stand in der Theorie und Roman Buhl hat ihn vor Ort mit Jannik super umgesetzt. Ich bin unglaublich stolz auf Janniks mentale Stärke – er hat das selbst absolut stark gelöst. Mein besonderer Dank gilt unserer Troisdorfer LG: Dass der Verein uns komplett freie Hand gelassen und vertraut hat, war das unschätzbare Fundament für diesen Erfolg.“

Mit seiner Siegerhöhe von 2,08 Metern wird Gerhardy aktuell auf Platz 9 in Europa geführt. Vom 16. bis 19. Juli 2026 wird er nun das Nationaltrikot bei der U18-Europameisterschaft in Rieti (Italien) vertreten.

Starke Leistungen der TLG beim Alwin-Herrmann-Schülersportfest

Bei unserem traditionellen Alwin-Herrmann-Schülersportfest am 28. Juni präsentierten sich die Nachwuchsathletinnen und -athleten der Troisdorfer LG in hervorragender Form. Mit 400 Teilnehmern war der Wettkampf gut besucht und verlief trotz der herausfordernden Hitze ohne Probleme.
Mit zahlreichen Podestplätzen, persönlichen Bestleistungen und überzeugenden Auftritten in den verschiedensten Disziplinen zeigte das TLG-Team einmal mehr seine Vielseitigkeit.

Bereits in der Altersklasse M8 sorgten die jungen Sprinter und Springer für starke Ergebnisse. Über 50 Meter sprintete Joscha Gebauer in 8,31 Sekunden auf den 2. Platz. Im Weitsprung ließ er der Konkurrenz keine Chance und gewann mit 3,71 Metern souverän den Wettbewerb. Moritz Kamp erreichte über 50 Meter in 8,51 Sekunden den 3. Platz und wurde mit 3,45 Metern Zweiter im Weitsprung. Auch Nora Bernards durfte sich über einen Podestplatz freuen: In der W8 belegte sie über 50 Meter in 8,91 Sekunden Rang drei und sprang mit 3,13 Metern ebenfalls auf den 3. Platz im Weitsprung.
Die W11 der TLG war nicht weniger erfolgreich: Im Ballwurf überzeugte Nele Schlebusch mit 31 Metern und sicherte sich den 2. Platz. Gleich doppelt erfolgreich war Hümeyra Kurt, die über 800 Meter in 3:01,70 Minuten Zweite wurde und zusätzlich mit 27,50 Metern den 3. Platz im Ballwurf erreichte. Im Hochsprung überquerte Finja Winkler starke 1,10 Meter und belegte damit Rang drei.

Bei den Jungen der Altersklasse M11 war Tim Wielpütz mit 35 Metern im Ballwurf erfolgreich und wurde Dritter. Im Weitsprung sprang Elian Ta mit 4,16 Metern auf einen hervorragenden 2. Platz.
Auch die älteren Athletinnen und Athleten der Troisdorfer LG sammelten zahlreiche Topplatzierungen. Über 75 Meter lief Nazarii Mazur in 10,40 Sekunden auf den 2. Platz. In den Hürdenwettbewerben zeigte die TLG ihre Stärke: Matteo Meutzner erreichte Platz zwei, während Jussi Mühlhausen siegte . Jana Feuerherm konnte sich über 60 Meter Hürden ebenfalls mit rund einer Sekunde Vorsprung gegen die Konkurrenz durchsetzen Zusätzlich sicherte sich Jussi im Weitsprung den 3. Platz, Jana lief über 75m auf Rang 3.
Lena Martins (W13) rundete das starke Gesamtergebnis der Troisdorfer LG mit dem Sieg im Hochsprung ab. Mit übersprungenen 1,35 Metern sicherte sie sich verdient den ersten Platz.
Bei unseren älteren Athleten konnte Jakob Döhler (M14) über 100 Meter in 13,06 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung aufstellen.

Mit vielen Medaillen, persönlichen Erfolgen und großem Einsatz blickt die TLG auf einen äußerst erfolgreichen Wettkampftag in Troisdorf zurück. Die gezeigten Leistungen machen Lust auf die kommenden Veranstaltungen der Sommersaison.

Wetterkapriolen bei der 24h DM – Michael Irrgang gewann 3 Medaillen

Trotz angekündigten Hitze- und Gewitterwarnungen wurde die diesjährige 24h-Lauf-Meisterschaft in Delmenhorst am Samstag pünktlich um 12 Uhr gestartet. Überdurchschnittlich viele Frauen und Männer setzten sich in Bewegung, um fortan in 24h so weit zu laufen oder zu wandern, wie es geht. Die meisten von ihnen hatten in den letzten Wochen ihre Hitzeverträglichkeit trainiert und einen angepassten Plan. So kam es auch zu keinen ersten Zwischenfällen. Optimistisch wie immer hoffte ich auf ein sehr gutes Rennen, denn ich hatte bei noch heißeren Bedingungen meine letzten Trainingseinheiten absolviert.
Im Schatten waren es am Samstagnachmittag beherrschbare 35 bis 37 Grad.

Die tagsüber überwiegend schattige, 1,34 km-lange Runde verlief über staubige Parkwege und einen gepflasterten Parkplatz, hatte einen Bereich zur Eigenverpflegung, einen großen gemeinsamen Verpflegungsbereich, wo es neben einer großen Anzahl von Speisen und Getränken auch eine Massage sowie Wasserwannen zum Kühlen gab. Mein Startpassverein ist die LG Ultralauf, ein überregionaler Ultralaufverein, von dem etwa 20 Frauen und Männer am Start waren. Außerdem hatten wir einige Betreuer vor Ort und gut ausgestattete Pavillons. Das war Gold wert, denn so bekamen die Athleten ihre Spezialverpflegung freundlich angereicht und hatten einen Rückzugsort zum Ausruhen. Die ersten Stunden vergingen und alles verlief nach Plan – Pace und Puls passten! Vorne rannten die Eliteläufer ein atemberaubendes Tempo, hinten im Feld wurde sehr frühzeitig viel gewandert und jede Bank im Schatten für eine kurze Verschnaufpause genutzt und im mittleren Leistungsbereich, wozu ich mich zähle, wurde in einer individuellen Mischung aus Gehen und Laufen fleißig Kilometer gesammelt.

Stündlich wurde die Strecke etwas leerer, teils weil Teilnehmer ihr Rennen abbrachen oder sehr lange pausierten. Abends wurde es aufgrund des aufkommenden, leichten Windes etwas angenehmer aber selbst um Mitternacht waren es noch fast 30 Grad! Das angesagte Gewitter sah man zunächst nur in der Ferne, aber das beunruhigte niemanden, bis plötzlich ein lauter Donner zeitgleich mit einem Blitz zu hören war. Der Regen zuvor war zunächst unmerklich und eher angenehm, wurde dann stärker, sodass viele ihre Regenjacken anzogen, und schwächte sich aber bereits wieder ab, als plötzlich gegen 3 Uhr das Rennen unterbrochen wurde. Nach Überquerung der elektronischen Rundenzählung wurden die Teilnehmer direkt in eine Turnhalle geleitet, um dort zu warten.

Als um halb 6 das Rennen neu gestartet wurde, war die Sonne bereits aufgegangen. Die ersten Runden fühlten sich für mich echt schlimm an. Der Körper war in einer Art Schlaf- oder Regenerationsmodus und wehrte sich gegen einen Wiederanlauf des Motors. Aber schließlich stimmte fast alles wieder, nur der Puls war viel zu niedrig, und so konnte ich die letzten Stunden noch ein einigermaßen gutes Tempo halten, was den allerwenigsten Teilnehmern gelang. Gegen 10 Uhr kam schließlich die kraftvoll scheinende Sonne wieder. Da vormittags ein Großteil der Strecke in der Sonne lag, wurden die Teilnehmer zum Ende hin noch einmal ordentlich gebraten.

Die letzte Stunde war – wie so oft – magisch. Obwohl alle Läuferinnen und Läufer körperlich völlig ko waren, begannen einige einen nicht für möglich gehaltenen Endspurt. Viele Zuschauer am Streckenrand feuerten lautstark die Laufteilnehmer an und sorgten so für eine Gänsehautatmosphäre. Irgendwann ertönte schließlich ein lautes, erlösendes Signal und die Teilnehmer blieben stehen, damit die Restmeter vermessen werden konnten, woraus sich dann die metergenaue Gesamtleistung berechnet. Von den 141 gestarteten Männern im offenen Lauf erzielte Michael Irrgang einen hervorragenden 16. Platz mit 163,9 Kilometern und erzielte damit den zweiten Platz in seiner Altersklasse M60 (Jahrgang 1962 bis 1966). Dazu kommt noch eine Goldmedaille mit seinen Vereinskollegen und eine Goldmedaille mit der Männerseniorenmannschaft. Insgesamt eine bisher nie erzielte Auswahl von Meisterschaftsmedaillen in meiner langen Ultralaufkarriere!

Spätestens bei der Siegerehrung wurde allen Beteiligten klar, was für unfassbar sensationelle Leistungen erzielt wurden. Der beste Mann lief 211,9 km, die beste Frau 202,5, die älteste Teilnehmerin, lief mit ihren 87 Jahren 105,5 Kilometer! Insgesamt war es eine hervorragend organisierte Deutsche Meisterschaft mit angekündigtem Extremwetter. Die Bedingungen waren sehr hart, aber die Teilnehmer teilten sich überwiegend ihr Rennen klug ein, kämpften und konnten sich am Ende über ihre guten Leistungen freuen.

Nieke Andersson springt DM-Qualifikation

Am Samstag (27.06.2026) ging Nieke Andersson beim Leichtathletik-Meeting in Köln an den Start. Bei hochsommerlichen Temperaturen von 39 Grad galt es, im letzten möglichen Qualifikationswettkampf die DM-Norm von 1,71 m zu überspringen.

Nieke zeigte sich von Beginn an in starker Form. Sie stieg bei 1,55 m in den Wettkampf ein und meisterte die ersten Höhen souverän. Die 1,68 m überquerte sie im zweiten Versuch, bevor sie sich die Qualifikationshöhe von 1,71 m auflegen ließ. Diese meisterte sie im dritten Versuch mit einem technisch sauberen Sprung und sicherte sich damit die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Anschließend versuchte sie sich noch an 1,73 m, scheiterte dort jedoch nur denkbar knapp.

Im gleichen Wettbewerb ging auch Anna Mebus an den Start. Mit übersprungenen 1,55 m belegte sie den zweiten Platz. Lilly Mühlhausen (W15) sicherte sich mit 1,50 m den ersten Platz.

Samuel Krämer (M14) trat über die 80 m Hürden an und gewann die Silbermedaille.

Nun blicken wir voller Vorfreude auf die Deutschen U18/U23-Meisterschaften in der kommenden Woche. Dort werden Mia Haubrichs (5.000 m), Adanma Nwachukwu (100 m Hürden) und Jannik Gerhardy (Hochsprung) an den Start gehen. Eine Woche später folgen die Deutschen U20-Meisterschaften mit Nieke Andersson und Jannik Gerhardy im Hochsprung.

Wir wünschen allen Athletinnen und Athleten viel Erfolg!