Archiv für das Jahr: 2026

M.U.T.-Läufer genießen Sonnenschein beim Generali Marathon Köln

Persönliche Bestzeiten, starke Leistungen und kölsche Stimmung entlang der Strecke

Troisdorf/Köln – Strahlender Sonnenschein, beste Stimmung und knapp 41.000 Läuferinnen und Läufer: Der Generali Marathon Köln am 4. Oktober 2026 bot beste Bedingungen für ein großes Laufsportfest. Mit dabei waren auch mehrere Aktive von M.U.T., die sich der Herausforderung auf der Halbmarathon- und Marathondistanz stellten.

Für den Halbmarathon hatten sich Sophie Flören, Jens Flören, Gilles Guenat, Alina Matatko und Daniel Matatko entschieden. Sophie Flören sorgte dabei für einen besonderen Erfolg: Nach 1:56:45 Stunden erreichte sie das Ziel und stellte eine neue persönliche Bestzeit auf. Nur eine Sekunde später folgte Jens Flören in 1:56:46 Stunden. Mit einem Augenzwinkern schrieb Sophie ihre Leistung „Papa, der Maschine“ zu.

Auch Gilles Guenat und seine Tochter Alina Matatko meisterten die 21,1 Kilometer gemeinsam. Sie überquerten nach 2:14:05 beziehungsweise 2:14:06 Stunden die Ziellinie. Daniel Matatko komplettierte das Halbmarathon-Team mit einer Zeit von 2:09:57 Stunden.

Auf der vollen Marathondistanz vertrat Jonas Schäfer die M.U.T.-Farben. Er bewältigte die 42,195 Kilometer in starken 3:05:15 Stunden und zeigte sich mit seinem Ergebnis zufrieden.

Eine besondere Aufgabe übernahm André Willems. Er gehörte zu den 20 Radbegleitern, die die Elite-Läuferinnen und -Läufer auf der Marathonstrecke unterstützten. Dabei begleitete er Agnes Keino, die nach 2:27:22 Stunden als Siebte der Frauenwertung das Ziel erreichte. Willems sorgte als Radbegleiter dafür, dass die Strecke für die Spitzenläuferin frei blieb.

Neben den sportlichen Leistungen prägte vor allem die besondere Atmosphäre das Kölner Laufevent. Das spätsommerliche Wetter lockte zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an die Strecke. Aus vielen Musikboxen schallten kölsche Lieder, die für gute Laune sorgten und die Läuferinnen und Läufer auf ihrem Weg ins Ziel motivierten. Bei den sommerlichen Temperaturen wurde die Strecke für einige Teilnehmende allerdings auch zur echten Herausforderung.

Dass zu einem gelungenen Wettkampf nicht nur die Unterstützung entlang der Strecke, sondern auch eine gute Verpflegung gehört, zeigte sich spätestens im Zielbereich. In der Verpflegungsstraße konnten die erschöpften Sportlerinnen und Sportler ihre Energiespeicher mit regionalen Getränken und Speisen wieder auffüllen.

Für die M.U.T.-Aktiven bleibt ein rundum gelungener Lauftag mit persönlichen Erfolgen, starken Zeiten und vielen Eindrücken von einem der größten Laufevents der Region in Erinnerung.

Michael Irrgang läuft mit 1.133 km Weltrekord

Bei seinem ersten 10-Tagelauf im dänischen Aabybro lief Michael in den vergangenen Tagen eine unglaubliche Strecke von 1.133 Kilometern und erzielte mit dieser Leistung einen neuen Altersklassenweltrekord!

Die Bedingungen waren optimal! Die Strecke leicht wellig, das Wetter genau richtig, die Stimmung an der Strecke überragend. Auch andere, wichtige Erfolgsfaktoren wie Essen, Hotelzimmer zum Duschen und Schlafen sowie der Support durch das Team passten perfekt.

So konnte Michael anfangs sehr konzentriert Stunde um Stunde auf dem 1,4 Kilometer langen Rundkurs seinen Plan abspulen. Nach 3 Tagen waren bereits 400km geschafft und nach 6 Tagen 735 Kilometer, was eine Verbesserung seiner bisherigen, persönlichen Bestleistung um ca. 60 Kilometer und Platz 12 der ewigen Bestenliste in Deutschland bedeutete.

Dann begannen allerdings die Probleme: Die Füße wurden dicker, es entstanden Blasen, die Sprunggelenke begannen zu schmerzen. Aber alles blieb im erwarteten und behandelbaren Rahmen und so konnte mit reduzierter Tagesleistung das Rennen fortgesetzt werden. Nach achteinhalb Tagen war dann die historische 1.000-Kilometermarke erreicht und wurde, wie jeder erreichte 100km-Meilenstein, mit viel Applaus, Konfettiregen und einer Ehrenrunde gefeiert. Laut Statistikdatenbank haben in Deutschland insgesamt erst 6 Männer ein Ergebnis über 1000km stehen! Aber es ging ja noch weiter und am Ende der 240 Stunden wurden genau 1.133 Kilometer erzielt – neuer Weltrekord in der Klasse der über 60jährigen; Platz 2 der ewigen Bestenliste im 10-Tageslauf in Deutschland. Unfassbare und nicht für möglich gehaltene Zahlen.

Aber wichtiger als Weiten und Platzierungen war das Erlebnis, welches absolut einmalig war. Eingebettet in eine Charity-Veranstaltung mit über 5.000 Startern, die ebenfalls so oft sie wollten, 10 Tage um den See laufen oder walken konnten, wurden 6 dänischen und 4 internationalen Eliteläufern auf der Jagd nach Weltrekorden optimale Bedingungen geboten. Da gab es einen 24h-Livestream im Fernsehen, tägliche Livebands und zum Abschluss ein riesiges Feuerwerk! Was für ein krasses Event! Absolut einzigartig!

Grob beschrieben sah Michaels Taktik so aus: Zweimal am Tag duschen und schlafen, mittags eine Stunde, nachts 3 Stunden; als große Mahlzeiten gab es Frühstück um 8 Uhr, Mittag um 12 Uhr und Abendessen um 18 Uhr, ansonsten gab es zwischendurch nur Kleinigkeiten zu essen wie Energiegetränke/-riegel oder Eis.

Ob Verpflegung, Pausen, Rundenzeiten oder Tageskilometerleistung: Alles im wurde im Vorfeld genauestens geplant und auch überwiegend so umgesetzt.

Dieser Weltrekord ist der absolute sportliche Höhepunkt der langen Ultralaufkarriere des Troisdorfers, der in den letzten Jahren mehrfach Weltmeister im Mehrtageslauf wurde. Doch so schön und erfolgreich die ganze Veranstaltung war, schließt Michael eine erneute Teilnahme an einem 10-Tageslauf aus: Zu anstrengend für Geist und Körper!

Herzlichen Glückwunsch Michael von der gesamten TLG zu dieser tollen Leistung!

Samuel Krämer holt den nächsten Vereinsrekord

Am vergangenen Samstag fanden erstmals die Finals für die U12 statt. Startberechtigt waren ausschließlich Kinder, die sich zuvor bei einer der neun Talentiaden qualifiziert hatten. Auch die Troisdorfer LG war mit mehreren Nachwuchsathlet:innen vertreten.

Elian Ta (M11) durfte über die 30 m Fliegend an den Start gehen. Dabei stellte er eine neue persönliche Bestleistung auf und belegte am Ende den 13. Platz. Für Finja Winkler (W11) standen der Ballwurf und das Kugelstoßen auf dem Programm. Im Kugelstoßen kam sie mit starken 6,53 m nahe an ihre persönliche Bestleistung heran und sicherte sich damit den 11. Platz. Hümeyra Kurt (W11) ging ebenfalls im Ballwurf an den Start und erzielte mit 28 m eine gute Weite.

Für die U12 waren die Finals eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen auf Meisterschaftsniveau zu sammeln und schon einmal ein Gefühl für die LVN-Meisterschaften im kommenden Jahr zu bekommen.

Am darauffolgenden Tag standen die Regionsvergleichswettkämpfe auf dem Programm. Für die Troisdorfer LG wurden Samuel Krämer (M14) über 80 m Hürden und 300 m, Lya Walkowiak (W14) im Speerwurf sowie Nele Weishaupt (W12) im Kugelstoßen nominiert.

Für Samuel Krämer war es der erste Start über die 300 m. Sein Ziel war klar: Er wollte den bestehenden Vereinsrekord knacken. In einem starken Rennen gelang ihm das eindrucksvoll. Mit einer Zeit von 40,09 Sekunden verbesserte er den bisherigen Vereinsrekord um 0,3 Sekunden. Bereits zuvor hatte er über die 80 m Hürden überzeugt. Mit einer Zeit von unter 12 Sekunden sicherte er sich einen starken zweiten Platz.

Auch Lya Walkowiak und Nele Weishaupt zeigten gute Leistungen und sammelten wichtige Punkte für die Region. Lya erzielte im Speerwurf eine Weite von 29,89 m, während Nele die Kugel auf gute 8,02 m kam.

Am Ende des Wettkampftages durfte sich Samuel Krämer gemeinsam mit dem männlichen U16-Team der Region Südost über den ersten Platz freuen. Lya Walkowiak und Nele Weishaupt erreichten mit ihren Teams einen hervorragenden zweiten Platz.

Damit gehen zwei erfolgreiche Wettkampftage für die Troisdorfer LG zu Ende. Neben zahlreichen guten Leistungen und neuen persönlichen Bestleistungen konnte Samuel Krämer einen weiteren Vereinsrekord aufstellen. Nun richtet sich der Blick auf die Vorbereitung für die Hallensaison 2026/27.

18. Run of Colours – Erfolgreiche Teilnahme von Jürgen Axmacher

Am Samstag den 19.  September 2026 fand im Kölner Rheinauhafen der 18. Run of Colours der Kölner Aidshilfe statt.

Über die Strecke von 10 km war Jürgen Axmacher von der Troisdorfer LG am Start.

Mit einer Zeit von 51:18 Minuten erreichte er als dritter der Altersklasse M 60 das Ziel.

Neben der sportlichen Herausforderung war ihm auch der soziale Aspekt wichtig.

 

6. Brauereilauf in Bamberg

Am Samstag, 19.09.2026 fand zum 6. Mal der Brauereienlauf in Bamberg statt. Wählen konnten die knapp 1600 Teilnehmer zwischen Marathon, Halbmarathon, 10 km-Lauf und Bambini-Lauf für die Jüngsten. In der Ausschreibung hieß es: „schwieriger Lauf. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich“.

„MUST-HAVES“ für den Brauereienlauf waren ein Bier Becher, eine gute Laufgruppe, ein schickes Kostüm, Fränkische Spezialitäten und gute Stimmung. Ralf Natzheim vom Lauftreff Spich und Organisator für die Gruppe, Gisèle Müßler, Elke Atorf, Christiana Lange und Iris Jaschky-Sterzenbach nahmen die Halbmarathon-Herausforderung auf sich.

Bei sommerlichen Temperaturen, 360 Höhenmetern und 6 Verpflegungsstationen, wo neben Kostproben der ortsansässigen Brauereien auch alkoholfreie Getränke und fränkische Spezialitäten angeboten wurden, ging es durch die landschaftliche ansprechende Fränkische Toskana rund um Bamberg.  Familienangehörige und Freunde der fünf Läufer feuerten an einigen Verpflegungsstationen die Läufer an.

Start und Ziel waren auf der Tanzwiese in Litzendorf, wo neben der Kloß-mit-Soß-Party am Vorabend, die Finisher-Party und der Sonntags-Frühschoppen stattfand.

Ein Lauf mit echtem Volksfestcharakter – Finisher-Zeiten spielten keine Rolle. Freude, gemeinsam mit vielen kostümierten Laufbegeisterten unterwegs zu sein, waren für Ralf, Gisèle, Elke, Iris und Christiana die Motivation.

 

31 Medaillen zum Saisonabschluss bei der Miniolympiade in Königswinter

Einen erfolgreichen Saisonabschluss feierten die Nachwuchsathlet:innen der Troisdorfer LG bei der Miniolympiade der SSG Königswinter am 19. September. In den Altersklassen U8 bis U14 zeigten die TLG-Kids noch einmal zahlreiche starke Leistungen und sicherten sich insgesamt 31 Medaillen.

Bei den Jungen gab es bereits in der M7 Grund zur Freude: Marc Mäling gewann die Silbermedaille über 800 Meter, während Toni Fries im Dreikampf ebenfalls Silber holte.

In der M8 dominierten Joscha Gebauer und Justus Pollheim das Geschehen. Sowohl über 800 Meter als auch im Dreikampf belegten die beiden die Plätze eins und zwei. Besonders beeindruckend waren dabei Joschas Leistungen: Über 800 Meter hatte er einen Vorsprung von mehr als 15 Sekunden, im Dreikampf lag er mit knapp 200 Punkten deutlich vor der Konkurrenz.

Auch in der M9 sorgten Jan Schröder und Niclas Schlebusch für einen erfolgreichen Wettkampftag. Sowohl über 800 Meter als auch im Dreikampf sicherten sie sich Silber und Bronze. In der M11 erkämpfte sich Elian Ta die Bronzemedaille.

Bei den Mädchen startete Romina Sarodnick in der W6 mit einem Sieg über 800 Meter und Silber im Dreikampf. In der W8 holte Sophie Schiller Silber über 800 Meter, während sich Nora Bernards im Dreikampf ebenfalls über die Silbermedaille freuen durfte.

In der W9 war Noura Sarbar nicht zu schlagen. Sie gewann sowohl den 800-Meter-Lauf als auch den Dreikampf und sicherte sich damit gleich zwei Goldmedaillen. Im 800-Meter-Rennen kam Ida Hensellek zudem auf den dritten Platz.

In der W10 gingen sowohl über 800 Meter als auch im Dreikampf Silber und Bronze an die TLG. Noa Heckel und Finja Radermacher belegten dabei jeweils die Plätze zwei und drei.

Eine besonders starke Bilanz gab es auch in der W11: Nele Schlebusch und Hümeyra Kurt gewannen über 800 Meter Silber und Bronze. Im Dreikampf konnten sie das Ergebnis sogar noch verbessern und sich die Plätze eins und zwei sichern.

In der W12 stellte Anna Haas gleich drei neue persönliche Bestleistungen auf und belohnte sich dafür am Ende mit der Bronzemedaille.

In der W13 sammelte Annika Barth Gold und Silber über 800 Meter und im Dreikampf. Hannah Cibis steuerte zudem zwei weitere Bronzemedaillen zum erfolgreichen Abschneiden der TLG bei.

Mit insgesamt 31 Medaillen und zahlreichen neuen persönlichen Bestleistungen war die Miniolympiade damit ein äußerst erfolgreicher Abschluss der Freiluftsaison für die jungen TLG-Athlet:innen.

Nun heißt es erst einmal: Erholen, Kräfte sammeln und dann wieder Vollgas! Die Vorfreude auf das anstehende Aufbautraining für die Hallensaison 2026/27 ist jedenfalls schon groß. 🏃‍♀️🏃‍♂️💪

ASV Brückenlauf – Kölsche Runde – M.U.T. war wieder dabei

Der Kölner Brückenlauf ist längst eine Institution in der Domstadt. Am vergangenen Sonntag gingen knapp 3.300 Läuferinnen und Läufer an den Start, um sich zwischen Halbmarathon und der 11,11 Kilometer langen „Kölschen Runde“ zu entscheiden. Dabei standen nicht nur die sportlichen Leistungen im Mittelpunkt – vor allem der Spaß und die Freude am Laufen machten die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis.

Trotz des stärker werdenden Regens blieb die Stimmung entlang der Strecke bestens. Zwei Samba-Gruppen sorgten mit ihren Rhythmen zusätzlich für Motivation und feuerten die Läuferinnen und Läufer kräftig an.

Der Start erfolgte am Kölner Schokoladenmuseum. Von dort führte die Strecke entlang des Rheins mit beeindruckenden Ausblicken auf die Kölner Altstadt und den Dom in Richtung Norden. Über die Rheinbrücken ging es schließlich zurück zum Ziel am Schokoladenmuseum.

Mit dabei waren auch zwei M.U.T.-Läufer. Alexandra Tiede absolvierte die „Kölsche Runde“ über 11,11 Kilometer in 1:11:58 Stunden und belegte damit Platz 17 in ihrer Altersklasse W55. Udo Lütkeduhme erreichte nach 1:19:33 Stunden das Ziel und kam in der Altersklasse M65 auf Platz 13.

Im Ziel wartete bereits die persönliche Fangemeinde: Familie und Freunde empfingen die beiden begeistert und sorgten für einen gelungenen Abschluss des Laufs.

TLG-Athlet:innen liefern Bestleistungen in der Ferienzeit

Während die meisten Menschen in der Ferienzeit ihren wohlverdienten Urlaub genießen, trainierte eine kleine Gruppe von TLG-Athlet:innen auch in den Sommerferien intensiv weiter, um bei hochklassigen Wettkämpfen neue Bestleistungen zu erzielen.

Nachdem TLG-Mittelstreckenprofi Joseph Tanga bereits beim ASV Runners’ Day seine 800-Meter-Bestzeit deutlich verbessern konnte, sollte nun auch über die 1.500-Meter-Strecke auch eine neue Bestmarke folgen.

Mitte August ging es für Joseph an einem Mittwoch ins südhessische Bad Vilbel, wo erstmals ein Abendmeeting mit international besetzten Läufen ausgetragen wurde.

Nach der Einteilung der Läufe fand sich Joseph im schnelleren zweiten Lauf wieder. Sämtliche Teilnehmer hatten Meldezeiten von teilweise deutlich unter vier Minuten vorzuweisen. Josephs Renntaktik war klar: aktiv mit der Gruppe mitlaufen und möglichst eine Zeit unter der Vier-Minuten-Marke erzielen.

Dieses Ziel verfehlte er zwar knapp, doch mit 4:00,61 Minuten und Platz sieben in der Männerwertung sammelte Joseph wertvolle Erfahrungen in einem international stark besetzten und schnellen Rennen.

Genau zwei Wochen später stand bereits der nächste Ferienwettkampf auf dem Programm. Beim Pfungstädter Abendmeeting sollte es erneut über die 800 Meter gehen. Joseph startete im fünften Lauf mit internationaler Beteiligung und zeigte ein gleichmäßiges und starkes Rennen. Am Ende durfte er sich über eine weitere Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit freuen: Mit 1:54,15 Minuten unterbot er seine bisherige Bestmarke um knapp drei Zehntelsekunden.

Am darauffolgenden Donnerstag stand dann die traditionelle Bahnlaufserie des TV Herkenrath in Bergisch Gladbach auf dem Programm. Hier hatten TLG-Urgestein Luca Hesemann und Jan Schröder über 800 Meter, sowie DM-Teilnehmerin Mia Haubrichs über 3.000 Meter ihre Starts angekündigt.

Den Anfang machte Luca, der in einem mutigen Rennen im ersten Lauf seine mehr als fünf Jahre alte persönliche Bestmarke verbessern konnte. Mit 2:01,41 Minuten belegte er im A-Finale den fünften Platz in der Männerwertung. Jan Schröder (M9) stellte eine persönliche Bestzeit von 2:53,45Min. auf, gewann seine Altersklasse und verbessert damit den Vereinsrekord.

Bei schwülen Temperaturen durfte später am Abend auch Langstrecken-Ass Mia Haubrichs über die 3.000 Meter auf die Rundbahn gehen. Vom Start weg dominierte sie das Feld und lief ein äußerst gleichmäßiges, gleichzeitig aber schnelles Rennen.

Am Ende durfte Mia über eine fulminante neue Bestzeit von 10:05,25 Minuten und den Sieg in der Frauenwertung jubeln. Damit verbesserte sie ihre bisherige persönliche Bestmarke um beeindruckende mehr als zwei Minuten.

Einmal mehr zeigte sich: Auch während der Ferienzeit wird bei der TLG erfolgreich trainiert – und die harte Arbeit zahlt sich aus!

Terra Raetica Trails Tour Festival 2026 – 5 Etappen in Österreich, der Schweiz und Italien, gemeistert von Frank Breuer

Das Terra Raetica Trails Tour Festival 2026 fand vom 30. Juni bis 4. Juli 2026 statt und bot in seiner vierten Auflage ein spektakuläres mehrtägiges Trailrunning-Event im Dreiländereck von Österreich, Italien und der Schweiz. Nach dem Vorbild einer „Tour de France“ für Trailrunner absolvierten die Teilnehmer fünf abwechslungsreiche Etappen in verschiedenen Erlebnisräumen. Die täglichen Rundkurse erstreckten sich über knackige 15 bis 27 Kilometer Länge und forderten den Läufern jeweils ca.1.100 bis 1.700 Höhenmeter ab. Neben dem harten sportlichen Charakter punktete das Event mit einem familiären Festivalcharakter und grandiosen alpinen Panoramen. Meine gewählte Basis für die Woche war Pfunds im Tiroler Oberland, von meiner angemieteten Ferienwohnung aus waren die täglichen Starts in maximal 30 Minuten Fahrtzeit gut zu erreichen. Nach einer sechsmonatigen, intensiven Vorbereitungsphase stand ich nun am Start meiner wahrscheinlich bisher größten sportlichen Herausforderung, die anspruchsvollen Pfade der Terra Raetica nacheinander zu bezwingen.

Zum Auftakt der Tour  ging es direkt ordentlich zur Sache. Wegen der Warnung aufziehender Gewitter im Tagesverlauf wurde der Start um eine Stunde auf 08:30 Uhr vorgezogen. Nach dem Loslaufen im Kaunertal wartete eine anspruchsvolle Runde über 16,9 Kilometer und knackige 1.081 Höhenmeter. Das Wetter spielte zum Glück perfekt mit, vom Start an herrschten angenehme 17 Grad, und als im Verlauf des Tages immer mehr die Sonne rauskam, wurde es auf den freien Abschnitten richtig warm. Ein langer, steiler Anstieg zu Beginn jagte den Puls sofort hoch, oben angekommen wurde es auf dem Thomas-Penz-Höhenweg technisch. Auf den wurzeligen, schmalen Pfaden war vollste Konzentration gefragt, besonders, weil ich mich am ersten Tag dazu entschieden hatte, ohne Stöcke zu laufen. Belohnt wurden die Mühen durchgehend mit wunderschönen Aussichten auf die Kaunertaler Dreitausender. Der anschließende, sehr fordernde Downhill war extrem giftig für die Muskulatur, was ich definitiv noch die kommenden Tage in den Oberschenkeln merken sollte. Am Ende stand nach einem harten Kampf eine saubere erste Finish-Zeit von 3:06:53 Stunden auf der Uhr.

Bei der nächsten Etappe konnte ich zu Fuß an den Start gehen. Der zweite Tag brachte erneut wetterbedingte Anpassungen mit sich. Dafür den Vormittag schon starke Gewitter mit Dauerregen angekündigt waren, musste die Strecke diesmal sogar entschärft und verkürzt werden. Um den Unwettern bestmöglich zu entkommen, blieb es auch heute bei der vorverlegten Startzeit um 08:30 Uhr. Mir ging es vor dem Loslaufen nicht besonders gut, ich war sehr müde und meine Oberschenkel brannten noch heftig vom harten Downhill des Vortrags. Also heute lieber mit Stöcken, man lernt ja nie aus, die Alpen sind halt nicht das Siebengebirge 😉. Die modifizierte Route über 21,2 Kilometer und 1.131 Höhenmeter führte uns zwar immer noch auf den Frudiger, allerdings war der eigentliche Trail-Anteil nur kurz. Die Strecke verlief stattdessen meist auf breiteren Forstwegen. Genau am höchsten Punkt ging es dann auch los, das Gewitter zog auf, es krachte, blitze und der Himmel öffnete seine Schleusen. Für alle die Gelegenheit Ihre Regenjacken auszupacken und schnell den Rückweg anzutreten, denn der Regen wurde mit jedem Kilometer Richtung Ziel immer stärker. Dank der guten Organisation im Vorfeld ist aber alles sicher abgelaufen und ich konnte die Etappe nach 2:58:43 Stunden beenden.

Am dritten Tag ging es über die Grenze in die Schweiz und dieser Lauf sollte sich zu einem absoluten Highlight der gesamten Tour entwickeln. Auf dem Programm stand eine 14,6 Kilometer lange Runde mit anspruchsvollen 1.253 Höhenmetern. Dass die Strecke am Vortag wetterbedingt entschärft wurde, kam mir heute zugute, die Beine hatten sich etwas erholt und ich war körperlich wieder deutlich besser drauf. Bei traumhaftem Wetter mit strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen im Tal ging es los. Das Streckenprofil war diesmal richtig intensiv und forderte uns mit zwei harten Aufstiegen und zwei langen Downhills.
Der erste lange Anstieg führte hinauf zum Stammer Joch (2.659 m ü.d.M.), dort oben am höchsten Punkt der Etappe war es im Vergleich zum Tal spürbar kühler, was beim Laufen aber sehr angenehm war. Nach dem ersten Downhillhinab zum Rossboden folgte direkt der zweite kräftezehrende Anstieg hinauf in Richtung des mächtigen Muttlers (dem höchsten Berg der Samnaun-Gruppe). Die Schönheit der Schweizer Natur, gepaart mit dem überragenden Berg Panorama, hat mich auf dieser Etappe total begeistert. Nach einem herrlichen Traillauf blieb die Uhr für mich bei 3:07:38 Stunden stehen.

Am Freitag wartete die vermeintlich härteste und längste Prüfung der Tour auf mich, 26,3 Kilometer mit fordernden 1.651 Höhenmetern. Der Tag startete mit einer tollen Aktion im Ort, die Schul- und Kita-Kinder säumten den Startbereich bei der Touristen Info mit Pfeifen und Fahnen und sorgten dort für ordentlich Stimmung. Es war generell schön zu sehen, wie die einzelnen Gemeinden hinter dem Event stehen. Das Wetter blieb den ganzen Tag stabil mit einem Mix aus Sonne und Wolken, seltener gab es weiter oben auch leichten Nieselregen. Die meisten Höhenmeter mussten direkt beim ersten Anstieg am Anfang bewältigt werden, worauf ein kurzer Downhill folgte. Danach ging es auf einen langen, gut laufbaren Trail-Mittelteil an der Waldgrenze entlang. Absolut begeistert haben mich hier die wunderschönen alpinen Blumenwiesen. Dieser geschützte Höhenweg ist bekannt für seine botanische Vielfalt, bei der man sogar wildes Edelweiß direkt am Wegesrand entdecken kann. Nach dem finalen Downhill zurück ins Ziel überquerte ich die Ziellinie nach 4:34:20 Stunden.

Am Samstag folgte das große Finale in Südtirol und das wurde für mich zum absoluten Hammer der gesamten Tour. Die nackten Zahlen lasen sich mit 17,75 Kilometern und heftigen 1.754 Höhenmetern schon heftig und so sollte es auch werden. Mit schweren Beinen der letzten vier Tage ging es an den Reschensee. Das Wetter präsentierte sich mit jeder Menge Sonnenschein von seiner besten Seite. Gestartet wurde an der Talstation der Schönebenbahn. Nachdem ersten ordentlichen Anstieg zum späteren Ziel, ging es auf den traumhaften Panoramaweg zur Haideralm, der eine wunderschöne Aussicht mit freiem Blick auf den Reschensee und die mächtige Ortlergruppe bot. Doch die Idylle täuschte, denn ab der Haideralm folgte der heftigste Anstieg der gesamten Tour. Ein extrem steiler Uphill hinauf auf die Elferspitze (2.926 m ü.d.M.), der im oberen Bereich sogar echte Kletteranteile bereithielt. Hier hieß es, die allerletzten Reserven zu mobilisieren, bevor die Route über den Zwölferkopf hinab zum Ziel an der Bergstation Schöneben führte. Nach einem harten Kampf überquerte ich die finale Ziellinie nach 3:55:17 Stunden. Nach einer wohlverdienten Stärkung auf der Hütte ging es schließlich mit der Seilbahn ganz entspannt zurück zum Parkplatz hinunter.

Fünf Tage, drei Länder, 97km und 6885 Höhenmeter, bei einer Gesamtlaufzeit von 17:42:52 in den Beinen, hießen am Ende einen 75. Platz von insgesamt 370 Startern in der Gesamtwertung. Das Terra Raetica Trails Tour Festival 2026 war eine harte, aber lohnende Herausforderung. Die intensive Vorbereitung hat sich definitiv ausgezahlt, um diese anspruchsvollen Etappen durchzustehen. Das gesamte Event war von vorne bis hinten top organisiert. Die Trails und die Landschaften waren jede Schweißperle wert. Eine absolut geniale Veranstaltung, die ich so schnell nicht vergessen werde!

6. Bärenkopplauf: M.U.T. war wieder dabei!

Ein fester Termin im „Laufkalender“ von M.U.T. ist der Bärenkopplauf im Rhein-Westerwald. Der Berg-/Traillauf findet immer am ersten Freitag im August auf dem Wanderweg „WällerTour Bärenkopp“ statt und führt über 11 km mit +360/-260 Höhenmetern durch die wunderschöne Landschaft. Es ist ein sehr anspruchsvoller – wenn auch „kurzer“ Trail.

Viele Helfer des VFL Waldbreitbach und Anwohner feuerten 276 Läufer, teils mit den Kuhglocken, die auch als Preise verliehen wurden, an.
In der Hoffnung auf angenehme Temperaturen starteten Jürgen Titze, Iris Jaschky-Sterzenbach, Alexandra Tiede, Christiana Lange und Katharina Axmacher, eine langjährige Freundin in zeitversetzten Blocks. Begleitet wurden die M.U.T.ler von Udo Lütkeduhme, der die Läufer im Ziel mit Erfrischungsgetränken versorgte.

 

Ergebnisse:
Jürgen, 5. Platz, AK M60, 1:09:23 h
Christiana, 1 Platz, AK W65, 1:21:47 h
Iris, 3. Platz AK W65, 1:23:50 h
Alexandra, 6. Platz, AK W55, 1:27:19 h
Katharina Axmacher, 11. Platz, AK Seniorinnen, 1:27:47

Wir gratulieren!