Gegen das Vergessen
Heute am 8. Mai erinnern wir an das Ende des Zweiten Weltkriegs. An das Ende eines beispiellosen Menschheitsverbrechens. Etwa 60 Millionen Menschen verloren in diesem Krieg ihr Leben. Die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes gipfelten im industriell betriebenen Versuch, jüdisches Leben auszulöschen. Sechs Millionen Jüdinnen und Juden wurden Opfer dieses Terrors.
In Berlin ist der heutige 8. Mai einmalig ein Feiertag. Hoffen wir, dass er dem Anlass gerecht wird – der Erinnerung an das Ende von Krieg, Gewaltherrschaft und Völkermord.
Immer häufiger hört man heute, insbesondere von jüngeren Menschen: „Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust – das ist nicht unsere Geschichte.“
Richtig ist: Kaum jemand von uns war selbst dabei. Doch das entbindet keine Generation nach 1945 von der Verantwortung. Der Verantwortung, einzustehen gegen Aggression und Okkupation, gegen Antisemitismus, Rassismus und Hass – unabhängig von Alter, Glauben oder Herkunft.
Erinnerung ist kein Selbstzweck. Sie ist Verpflichtung. In diesen Zeiten mehr denn je.



