Erinnerung: Beitragsanpassung zum 01.01.2025

Liebe Mitglieder der TLG,

bereits in der Mitgliederversammlung im März 2023 wurde über eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge beraten und anschließend ein einstimmiger Beschluss gefasst. Zum 01.01.2025 tritt diese Änderung nun in Kraft. Wir möchten an dieser Stelle nur nochmals an die veränderten Beitragssätze erinnern, um eventuellen Irritationen oder Rücklastschriften vorzubeugen.

Aufgrund steigender Kosten in nahezu allen Bereichen sind ab dem 01.01.2025 folgende JÄHRLICHE Beitragssätze vorgesehen:

Kinder & Jugendliche (bis einschl. 17 Jahre): 99€

Erwachsene: 155€

Familien (mind. 3 Personen): 307€

Inaktive (auf Antrag): 99€

Eltern-Kind-Turnen: 155€

Wir wünschen Euch bereits jetzt eine besinnliche Weihnachtszeit und freuen uns auf die nächsten Jahre mit Euch!

TLG Runningteam erfolgreich beim Advent-Indoor- Meeting in Düsseldorf

Das Advent-Indoor-Meeting in Düsseldorf dient für viele Leichtathleten als erster Formtest für die anstehende Hallensaison. Nachdem das Runningteam der Troisdorfer LG zuletzt einige Erfolge bei Cross-Läufen in der Region feiern konnten, ging es nun in die Halle nach Düsseldorf.

In der Sprintkonkurrenz startete Anne Spengler bei den Frauen über die 60m und war sichtlich erfreut, dass sie Zweite im Vorlauf mit einer 8,23 sec wurde und damit ins Finale einzog, in dem sie sich nochmals um zwei Hundertstel steigern konnte und insgesamt 4. wurde. Die TLG Mehrkämpferinnen und Langsprinterinnen lieferten sich erfolgreich einige Duelle mit ihren Mitbewerbern in der U18. Am schnellsten war Lara Müller, die als 4. in 27,35 sec ins Ziel kam. Für Lilith Hauptmann stoppten die Uhren bei 28,26 sec (10. WU18), Emma Sternberg kam in 28,98 sec als Gesamt-19. ins Ziel. Damit nicht genug, debütierte Lara Müller direkt im Anschluss ihres 200m Laufes im Dreisprung und erzielte mit 10,06m gleich eine Bestmarke. Mit Hanna Block, Justus Löbach und Joseph Tanga waren auch drei Mittelstrecken- Spezialisten in Düsseldorf am Start. Den Anfang machte Hanna Block, die ein taktisch herausragendes Rennen lief und ihre Altersklasse klar in 2:31,92 min nicht nur gewann, sondern ihre persönliche Bestzeit um satte 12 sec geradezu pulverisierte. Dieses Ergebnis bedeutet auch einen bedeutenden Sprung in der LVN Jahresbestenliste für sie. Hatte Justus Löbach noch Anfang Oktober den TLG-Vereinsrekord über 800m geknackt, bestätigte der 13jährige seine bestechende Form auch in der Halle. Justus lief vom Start weg ein einsames Rennen und ließ zu keiner Zeit irgendwelche Zweifel über seinen Sieg aufkommen. Als er nach 2:21,61 min ins Ziel (M13) kam war klar, dass er erneut den TLG- Vereinsrekord (und auch seine persönliche Bestzeit) um eine gute weitere Sekunde verbessert hatte. Auch er machte einen Sprung auf Platz 3 in der LVN-Jahresbestenliste. Joseph Tanga komplettierte den erfolgreichen Hallen-Auftritt des TLG-Runningteams schließlich in seiner starken Altersklasse MU18. Mit einer engagierten 2:07,56 verbesserte auch er seine persönliche Bestzeit um gut 3 Sekunden und wurde 2. seines Laufes.

Weitere Ergebnisse: Emma Sternberg 800m in 2:39,40 min (2. W15), Moses Langat 800m in 2:21, 64 min (7. Männer).

24. Siebengebirgsmarathon: erfolgreiche Teilnahme!

Am vergangenen Sonntag fand der 24. Siebengebirgsmarathon in Troisdorf und Bad Honnef statt, bei dem die Läuferinnen und Läufer von idealen Wetterbedingungen profitierten. Es wurden weder Minusgrade, Schnee noch starker Wind erwartet, sodass der Tag für alle Teilnehmer angenehm verlief. Der Start erfolgte wie gewohnt am Gangpferdezentrum in Aegidienberg, von wo aus die Marathonis über 850 Höhenmeter und die Halbmarathonis über 410 Höhenmeter durch das landschaftlich wunderschöne Naturschutzgebiet bei Bad Honnef führten.

An insgesamt neun Verpflegungsstationen (beim Marathon) bzw. vier Stationen (beim Halbmarathon) konnten sich die Teilnehmer mit einer Vielzahl an Snacks und Getränken wie warmen und kalten Getränken, Äpfeln, Keksen, Traubenzucker, Rosinen, Bananen und Liquid-Gel stärken. Die letzten Kilometer führten durch Aegidienberg, bevor die Läuferinnen und Läufer die letzten Meter über den roten Teppich ins Ziel im Bürgerhaus liefen.

Dort wurden die 878 Finisher nicht nur mit einer Medaille, sondern auch mit einer warmen Mütze empfangen. Zur Stärkung gab es zudem Kuchen, der von der Aegidienberger Bevölkerung gespendet wurde. Diese war durch Handzettel des neuen Orga-Teams des Siebengebirgsmarathons, bestehend aus Christian Stein, Arne Pöppel und Sabine Osterholt, über die Veranstaltung informiert worden und hatte um Kuchenspenden gebeten.

Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Teilnehmer. Im Halbmarathon erreichte Anne Knab (W40) den 16. Platz in ihrer Altersklasse mit einer Zeit von 2:20:48 Stunden, während Christiana Lange (W60) mit einer Zeit von 2:29:35 Stunden den 2. Platz in ihrer Altersklasse belegte. Andrea Weitemeier (W55) erreichte den 12. Platz in ihrer Altersklasse mit einer Zeit von 2:29:54 Stunden. Im Marathon gewann Renate Seidel (W60) mit einer Zeit von 4:01:15 Stunden den 1. Platz in ihrer Altersklasse, während Iris Jaschky (W60) den 3. Platz mit einer Zeit von 4:47:07 Stunden belegte. Jürgen Titze (M60) erreichte den 8. Platz in seiner Altersklasse mit einer Zeit von 4:57:07 Stunden, und Mattin Becker (M60) belegte den 11. Platz mit einer Zeit von 5:08:22 Stunden.

Wir gratulieren allen herzlich!

Die TLG setzt mit einer elektronischen Startschussanlage einen weiteren Schritt in Richtung Modernisierung

Beim diesjährigen Nikolaussportfest mit 250 Kindern und Jugendlichen in der Leichtathletikhalle Zum Altenforst wurde die Anlage erstmals erfolgreich eingesetzt, sehr zur Freude der teilnehmenden Sportler:innen und Organisator:innen.
Möglich wurde die Anschaffung durch einen Zuschuss der Städte- und Gemeinde-Stiftung der Kreissparkasse Köln (KSK). Holger Steffens, Regionaldirektor der KSK in Troisdorf übergab die Anlage symbolisch (Foto links beim Start).
Der Vorsitzende der TLG, Ralf Saborowski, lobte die Unterstützung und betonte die Bedeutung der Technologie: „Mit dieser Investition verbessern wir die Präzision und Fairness unserer Wettkämpfe. Das stärkt nicht nur den Sport, sondern fördert auch die Transparenz und Professionalität in unserm Verein.“
Die elektronische Startschussanlage reiht sich ein in die digitalen Innovationen, auf die die TLG seit ein paar Jahren setzt. Damit unterstreicht der Verein nicht nur seine Bereitschaft zur Weiterentwicklung, sondern auch sein Engagement für optimale Bedingungen für die Athlet:innen, wie auch für die Trainer:innen und in der Geschäftsstelle.
Die neue Technik soll dazu beitragen, dass die Troisdorfer Leichtathletik-Gemeinschaft weiter an Bedeutung gewinnt. Der Fortschritt in der sportlichen Infrastruktur ist ein wichtiger Schritt, um die Attraktivität und Reichweite des Vereins nachhaltig zu steigern.

TLG-Nachwuchs stellt Siegerin und Sieger beim 30. Mondorfer Weihnachtslauf

Am 01.12.2024 ging der Mondorfer Rewe-Weihnachtslauf in die 30. Runde. Das Event hat sich längst zu einer etablierten Laufveranstaltung im Rhein-Sieg-Kreis entwickelt.

Viele Läuferinnen und Läufer waren gekommen. Es herrschte „eitel Sonnenschein“ bei spürbar gesunkenen Temperarturen von 2-3 Grad.

Neben Läufen und Nordic-Walking über fünf und zehn Kilometer, werden auch ein Bambinilauf sowie der Kinder- und Jugendlauf über 1.200 Meter angeboten.

Im letzteren Lauf traten gleich drei TLG-Athleten an: Emma Sternberg, Nina Engels und Justus Timo Löbach. Am Ende galt es gleich drei Siege zu feiern: Emma erreichte das Ziel in der Nettozeit von 4:35 Minuten als Siegerin und Justus in 4:03 Minuten als Gesamtsieger. Nina komplettierte den Erfolg, in dem sie die Strecke in 4:42 Minuten bewältigte und erste ihrer Altersklasse WJU14 wurde.

Die Erfolge sind auch den Schulen der drei gewidmet. Das Heinrich-Böll-Gymnasium Troisdorf hatte die Teilnahme beim Weihnachtslauf z. B. im Rahmen einer Schul-AG vorbereitet.

Alles in allem eine rundum gelungene Sportveranstaltung, die Dank des OrgaTeams vom TuS Mondorf stattfinden konnte.

Bis zum nächsten Jahr.

TLG-Athlet:innen on fire: 15 Vereinsrekorde, 50 Medaillen bei Landesmeisterschaften & so viele DM-Starts wie seit Jahrzehnten nicht mehr

Die Leichtathletik-Saison 2024 neigt sich dem Ende zu, die Vorbereitungen für ein erfolgreiches neues Jahr sind bereits angelaufen. Zeit zurückzublicken auf ein weiteres, mehr als erfolgreiches Jahr unserer Athlet:innen. Mit 15 Vereinsrekorden, 50 Medaillen und 8 Starter:innen bei Deutschen Jugendmeisterschaften (oder mit erzielter DM-Quali) schauen wir auf ein fantastisches Jahr 2024!

Die meisten Medaillen sammelte Luca Weishaupt, der sich Gold im Neunkampf, über 60m Hürden, 80m Hürden sowie im Block Wurf sicherte. Hinzu kamen je 2 Silbermedaillen im Kugelstoßen (indoor & outdoor) und im Hochsprung (indoor & outdoor). Luca stellte zudem einen Vereinsrekord im Block Wurf auf, in dem er auf Rang sechs der Deutschen Bestenliste geführt wird. Im Neunkampf schaffte er die Qualifikation für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften.

Gleich 3 Mal Gold gewann Pauline Spengler, die in der Halle über 60m, 60m Hürden und im Weitsprung triumphierte. Hinzu kam ein hervorragender zweiter Platz über die 60m in der älteren W14. Outdoor lief sie die 100m in 12,80s, was ihr schon jetzt die DM-Quali für in 2 Jahren sicherte. Sie ist damit aktuell die deutschlandweit schnellste 13-Jährige über 100m sowie über 60m. Hinzu kommen Vereinsrekorde über 75m, 60m Hürden und im Vierkampf sowie die Nominierung für den Landeskader Sprint.

Mit Rang 2 in der Deutschen Bestenliste weiß auch Jannik Gerhardy zu überzeugen. Er übersprang vor Kurzem 1,88m (Vereinsrekord) und ist somit aktuell der zweitbeste Hochspringer seines Alters. Er sicherte sich Silber im Kugelstoßen sowie im Hochsprung und sammelte eine weitere Bronzemedaille im Stabhochsprung. Verletzungsbedingt konnte Jannik weder bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften starten, noch bei den Einzelmeisterschaften im Hochsprung.

Ebenfalls erfolgreich präsentierte sich Adanma Nwachukwu, die Silber über 80m Hürden gewann und Bronze im Block Wurf sicherte. Mit ihrer Leistung im Blockwettkampf liegt sie auf dem 15. Rang in der Deutschen Bestenliste. Darüberhinaus qualifizierte sie sich mit einem Vereinsrekord im Siebenkampf für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften und konnte dort einen respektablen 23. Rang belegen. Aufgrund ihrer starken Leistungen im Hürdensprint wurde Adanma in den Landeskader Kurzhürde berufen.

Mit Samuel Krämer gab es einen weiteren fleißigen Medaillensammler in den Reihen der TLG: er sicherte sich Gold im Weitsprung, Silber im Blockwettkampf Sprint/Sprung und Bronze im Hochsprung sowie über 60m Hürden. Vereinsrekorde stellte Samuel über 60m Hürden und im Block Sprint/Sprung auf.

Weitere Mehrfachmedaillengewinnerinnen waren Lara Müller und Nieke Andersson. Lara gewann Silber & Bronze im Weitsprung sowie Bronze über 200m. Nieke sicherte sich gleich 3 Medaillen (1 x Silber, 2 x Bronze) im Hochsprung. Mit ihrer PB von 1,68m (Platz 10 in der Deutschen Bestenliste) wurde sie zudem für die Dynamic New Athletics, einen europäischen Vergleichswettkampf, nominiert. Am zweiten Wettkampftag konnte sie sich gegen alle Konkurrentinnen durchsetzen und sammelte 12 Punkte für das „Team Youth Eagles Germany“.

2 Bronzemedaillen sicherte sich Lya Walkowiak im Hammerwurf sowie im Speerwurf, Vereinsrekorde stellte sie im Diskuswurf, Speerwurf und im Block Lauf auf. Eine silberne und eine bronzene Medaille gab es für Hannah Ulb, die Vizemeisterin im Block Sprint/Sprung wurde und Rang drei im Hochsprung erkämpfte. Im Block Wurf stellte Hannah zudem einen Vereinsrekord auf. Drinnen wie draußen hieß die Vizemeisterin im Kugelstoßen Syrine Bounizar, die zugleich den Vereinsrekord in ihrer Disziplin verbesserte. Eine Goldmedaille gab es für Emma Sternberg im Block Lauf, in dem sie ebenfalls einen Vereinsrekord aufstellte und auf Platz 21 der Deutschen Bestenliste geführt wird. Mattis Hauprich gewann Bronze im Hammerwurf und konnte seine Leistungen in dieser Disziplin weiter steigern. Mia Haubrichs sicherte sich Silber über 5.000m bevor sie mit einem Sportstipendium in die USA ging. Außerdem konnte Justus Löbach den Vereinsrekord über 800m verbessern.

Besonders erfreulich waren auch die Teamleistungen: das Team der weiblichen Jugend U18 sicherte sich Gold bei den Teamendkämpfen, Bronze gab es für das Team der weiblichen U14. Eine letzte Bronzemedaille sicherte sich das Staffelquartett Nieke Andersson, Lilith Hauptmann, Laura Bormans & Lara Müller über 4x200m. Outdoor konnten die 4 auch die DM-Quali unterbieten und durften somit in Mönchengladbach bei den nationalen Titelkämpfen an den Start gehen.

Im Seniorenbereich konnte die TLG ebenso erfolgreich sein und viele Medaillen und DM-Starts ergattern: 4 Mal Gold sicherte sich Lisa Wagner (60m, 100m, 200m, Weitsprung), 2 Mal Gold ging an Anja Seyfarth (60m, Weitsprung). Anne Spengler gewann den Weitsprung outdoor und sicherte sich Silber über 100m und 200m. Alle 3 sind zudem Teil der StG Nutrixxion Masters, die erneut den Deutschen Meistertitel im Teamwettkampf sichern konnte. Hinzu kommt Julia Mende, die im Rahmen dieses Wettkampfes im Diskuswurf an den Start ging. Zwei Mal Silber auf Landesebene gab es für Mathias Hörmann (Stabhochsprung, Diskuswurf), hinzu kam ein vierter Platz im Kugelstoßen. Ebenfalls Vierter im Kugelstoßen (einer anderen Altersklasse) wurde Gunter Nonnenbruch, der in dieser Saison sein Comeback feierte. Hinzu kam ein fünfter Platz im Diskuswurf. Weitere starke Leistungen zeigte Friedhelm Adorf, der TLG-Mitglied ist und in Troisdorf regelmäßig trainiert, aber für die LG Rhein-Wied startet. Er sicherte sich 4 Goldmedaillen bei der Masters WM in Göteborg (100m, 200m, 4x100m, 4x400m). Eine weitere Silbermedaille gewann er über 400m. Hinzu kommen 3 Goldmedaillen bei der Masters EM in der Halle, 3 Goldmedaillen bei der Masters DM und zwei goldene sowie eine silberne Medaillen bei der Indoor Masters DM. Wolfgang Fuhrmann, der ebenfalls TLG-Mitglied ist und in Troisdorf trainiert, aber für das LT DSHS Köln startet, war zudem Teil der Siegermannschaft bei der Team DM.

Besonders stolz sind wir auch auf die fleißigen Kampfrichter:innen und Helfer:innen, die bei Vereins-, Regions- und Verbandsveranstaltungen regelmäßig für faire Bedingungen sorgen und eine großartige Unterstützung leisten.

Die TLG ist stolz auf die gezeigten Leistungen im Nachwuchs- sowie im Seniorenbereich und drückt allen Athlet:innen die Daumen für eine mindestens genauso erfolgreiche Saison 2025!

Einen Tag auf dem Rheinsteig unterwegs – mit Michael Irrgang

Am 23. November startete um 11 Uhr auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz eine Gruppe von 48 Personen auf einer Strecke von 138 km mit etwa 4.500 Höhenmeter, um über den Rheinsteig bis nach Bonn Ramersdorf zu laufen. Wer sich zum KOBOLT (Koblenz-Bonn-Ultratrail) anmeldet, weiß in der Regel, was ihn erwartet: Kalt, nass, dunkel, schwierige Wegfindung und wenige, aber herzliche Versorgungspunkte.

Für mich war es die dritte Teilnahme nach 2013 und 2022. Aber diesmal waren die Voraussetzungen nicht so gut, da ich leicht angeschlagen bin und mit wenig Training (dafür gut ausgeruht) in den Wettkampf startete. Also Erwartungen reduzieren, vorsichtig beginnen und mal schauen, wie sich der Tag entwickelt.

Das Wetter war ganz ok. Es war kalt und windig, wobei der Wind meist aus südlicher Richtung kam und ganz gut schob. Und entgegen der Vorhersage eines zu erwarteten, abendlichen Regens blieb es trocken.

Das erste Stück führte zum ersten Versorgungspunkt nach Rengsdorf, wo es bitterkalt war. Es lagen dort 5 cm Schnee und die Wege waren teilweise vereist! Kurz nach Aufbruch wurde es dunkel und als ich wieder bei Leutesdorf den Rhein sehen konnte, war es zum Glück wieder deutlich wärmer und außerdem war die Nacht recht klar und bot so immer wieder herrliche Blicke auf die Schiffe auf dem Rhein sowie die beleuchteten Städte in Ufernähe.

Gegen 22 Uhr erreichte ich den zweiten Versorgungspunkt in Arienheller, wo ich irgendwie viel mehr Zeit als geplant brauchte, um die Flaschen und Taschen aufzufüllen und mich für die Nacht zu stärken. Seit etwa der dritten Stunde war ich alleine unterwegs und daran sollte sich bis zum Ziel auch nichts dran ändern, aber ich mag das und komme gut damit klar, alleine nachts auf unbekannten Wegen durch die Nacht zu laufen und zu wandern.

Als ich am vierten und letzten Versorgungspunkt in Rhöndorf ankam, dämmerte es schon ein wenig. So konnte ich einen unspektakulären Sonnenaufgang auf dem Drachenfels erleben.

Obwohl im Kopf der Gedanke „ist nicht mehr weit“ dominierte, zogen sich die letzten 20 Kilometer schlimmer als Kaugummi, denn die Füße hatten definitiv keine Lust mehr. Aber irgendwann sind auch die letzten Kilometer abgearbeitet und so erreichte ich nach 24:02 Stunden als vierundzwanzigster das Ziel. Geschafft! Wieder einmal einen tollen Lauf erfolgreich beendet.